Wandern im Bas-Rhin: Die 10 schönsten Wanderwege für 2026
Vom Rocher de Dabo bis zum Mont Sainte-Odile, vom Donon bis zum Haut-Koenigsbourg: eine geprüfte Auswahl an Wanderrouten mit Angaben zu Länge, Höhenunterschied, Aussichtspunkten und der Beschilderung des Club Vosgien.
Planen Sie ein Wanderwochenende im Bas-Rhin zwischen Vogesenwäldern, Burgen und Aussichtspunkten? Dann sind Sie hier genau richtig: Das Departement gehört übrigens zu den schönsten Wandergebieten der Region Grand Est. Fast 3.000 km markierte Wanderwege werden dort seit 1872 vom Club Vosgien, einem der ältesten Wandervereine Europas, gepflegt. Hinzu kommen Gipfel über 1.000 Meter Höhe, vom Donon bis zum Champ du Feu, Dutzende mittelalterlicher Burgen, die zu Fuß erreichbar sind, Wasserfälle und die elsässischen Weinberge.
In diesem Reiseführer stellen wir daher die Routen vor, die wir unseren Reisenden empfehlen: 10 geprüfte Wanderwege (Streckenlänge, Höhenunterschied, Dauer, genaue Wegmarkierung), sortiert vom einfachsten Familienweg bis zum anspruchsvollsten Wanderweg. Außerdem finden Sie hier unsere Nexvisit-Unterkünfte in günstiger Lage nahe den Wanderwegen, einen detaillierten Kostenplan für ein Wanderwochenende sowie acht praktische Tipps. Damit können Sie ganz entspannt im Bas-Rhin wandern gehen.
Warum im Departement Bas-Rhin wandern?

Der Bas-Rhin liegt tatsächlich am Schnittpunkt dreier Gebirgsregionen. In weniger als einer Autostunde gelangt man von der Rheinebene in die Vogesen und anschließend auf das Lothringer Plateau. Nur wenige Departements bieten zudem eine solche Vielfalt auf einem so kompakten Gebiet. Und vor allem verfügt es über einen seltenen Vorteil: Nahezu alle Wanderwege sind nach dem Standard des „Club Vosgien“ markiert und selbst für Gelegenheitswanderer gut erkennbar.
Ein Departement zwischen drei Gebirgszügen
Alles hängt also von dieser besonderen Geografie ab. Die elsässische Ebene lädt zu gemütlichen Spaziergängen durch Weinberge und Fachwerkdörfer ein. Das Vogesenmassiv hingegen steigt am Champ du Feu auf 1.099 Meter Höhe an, inmitten tiefer Buchen- und Tannenwälder. Im Westen bietet das Lothringer Plateau zudem Zugang zu den Nordvogesen, die zwar sanfter sind, aber mit Burgruinen übersät sind. Das Ergebnis: Man erlebt jeden Tag eine andere Atmosphäre, ohne das Departement zu verlassen.
Der Club Vosgien, verantwortlich für die Wegmarkierung
Der Club Vosgien besteht seit 1872. Der Verein unterhält heute mehr als 20.000 km Wanderwege in den Vogesen. Die Markierung erfolgt durch Farbaufträge an Bäumen im Abstand von jeweils 100 bis 200 Metern: ein Rechteck für die Hauptwege, gefolgt von einem Kreuz, einem Dreieck, einem Kreis, einer Raute oder einem Ring für die Varianten, wobei die Farbe die allgemeine Richtung angibt. Hat man das System einmal verinnerlicht, verirrt man sich daher so gut wie nie mehr. Die Fernwanderwege GR®5 und GR®53 durchqueren das Departement ebenfalls von Norden nach Süden.
Vier Jahreszeiten, vier Stimmungen
Jede Jahreszeit hat also ihre Vorzüge. Der Frühling ist im Champ du Feu einfach perfekt, vor allem wegen der Narzissen und der geringen Besucherzahl. Im Sommer muss man früh aufbrechen; dafür bietet er jedoch die klarsten Ausblicke. Den Herbst genießt man besonders in den Weinbergen rund um Barr und Mittelbergheim, die in den Farben der Weinlese erstrahlen. Der Winter schließlich eignet sich gut für Wanderwege in tieferen Lagen. Oberhalb von 800 m sollten Sie Schneeschuhe einplanen: Von Dezember bis März können die Wege durch Schnee blockiert sein.
Wusstest du das? 7 Anekdoten, mit denen du glänzen kannst
Bevor wir uns der Auswahl zuwenden, hier ein paar wahre Geschichten, die die Wanderwege im Bas-Rhin um einiges lebendiger machen. Sie verändern übrigens die Sichtweise auf eine Gegend und sorgen nach der Wanderung immer für einen besonderen Eindruck.
🎭 Sieben wahre Geschichten von den Wanderwegen des Bas-Rhin
11 km „Le Mur Païen“ – das Rätsel des Mont Sainte-Odile. Diese Megalithanlage umgibt den Mont Sainte-Odile auf einer Länge von 11 Kilometern und besteht aus etwa 300.000 zyklopischen Blöcken, von denen einige mehrere Tonnen wiegen. Über ihren Ursprung und ihre Datierung (Kelten, Römer oder noch älter?) sind sich die Archäologen nach wie vor uneinig. Man findet dort sogar Blöcke, die einst mit Holzzapfen zusammengefügt wurden.
1009 m Der Donon, heiliger Gipfel der Kelten und später der Römer. Auf dem Gipfel des Donon thront ein römischer Tempel, der 1869 auf der Grundlage von Ausgrabungsfunden rekonstruiert wurde. Schon die Kelten verehrten dort eine Berggottheit, bevor die Römer dort einen Tempel errichteten. Ein seit über 2.000 Jahren heiliger Ort, einer der geschichtsträchtigsten der Vogesen.
1872 erfand der Club Vosgien die moderne Wegmarkierung. Der Verein wurde 1872 in Saverne von Richard Stieve, einem Richter am dortigen Gericht, gegründet. Der Bas-Rhin ist somit eine der weltweiten Wiegen der Wegmarkierung mit Symbolen – ein System, das später die Wanderverbände in Deutschland, der Schweiz und Italien inspirierte. Ein unscheinbares, aber sehr nützliches Erbe.
25 m Der Nideck-Wasserfall und seine Riesenlegende. Mit seiner 25 Meter hohen freien Fallstrecke in einem Felskessel ist er einer der höchsten Wasserfälle des Elsass. Die Burg, die ihn überragt, inspirierte eine Legende, die von den Brüdern Grimm aufgegriffen wurde: die einer Riesenfamilie, die in der Festung lebte. Im Frühjahr, nach der Schneeschmelze, ist die Wasserführung spektakulär.
🏰 Drei weitere Geschichten über Wanderwege
1798 Le Haut-Barr, ein Glied im ersten „Internet“ Frankreichs. Im Jahr 1798 diente der Chappe-Turm auf dem Wanderweg von Le Haut-Barr als Relaisstation für den weltweit ersten optischen Telegrafen, der von Claude Chappe erfunden worden war. Eine Nachricht konnte über etwa fünfzig optische Relaisstationen in rund dreißig Minuten von Paris nach Straßburg gelangen. Sofortige Kommunikation vor ihrer Zeit – mithilfe von beweglichen Armen.
1908 Die Haut-Koenigsbourg wird von Wilhelm II. wieder zum Leben erweckt. Nach zwei Jahrhunderten des Verfalls wurde die Burg zwischen 1900 und 1908 vom deutschen Kaiser Wilhelm II. vollständig restauriert, der sie zu einem kaiserlichen Symbol machte. Heute ist sie mit mehr als 500.000 Besuchern pro Jahr die zweitmeistbesuchte Sehenswürdigkeit im Elsass. Jean Renoir drehte dort 1937 sogar Szenen für den Film „Die große Illusion“.
1.099 m Le Champ du Feu, höchster Gipfel des Departements Bas-Rhin und Langlaufgebiet. Mit seinen 1.099 Metern ist der Champ du Feu der höchste Gipfel des Departements. Weniger bekannt ist, dass es dort auch ein markiertes Langlaufgebiet gibt. Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein kleines Langlaufgebiet mit rund dreißig Kilometern Loipen. In den 1960er Jahren gab es dort sogar einen Skilift, bevor der Schnee ausblieb.
Vor der Abreise: Ausrüstung und Vorbereitung
Ein wenig Vorausplanung macht tatsächlich einen großen Unterschied. Die Wanderwege im Bas-Rhin sind zwar gut markiert, doch manche Sandsteinabschnitte werden nach Regen rutschig. Hier sind die Punkte, die du beachten solltest, bevor du deine Wanderschuhe schnürst.
Unverzichtbare Ausrüstung
Für eine Halbtageswanderung: hohe Wanderschuhe, 20-Liter-Rucksack, 1,5 Liter Wasser pro Person, energiereicher Snack, atmungsaktive Kleidung im Zwiebelprinzip (das Wetter ändert sich in der Höhe schnell), Sonnencreme und im Sommer eine Mütze. Für sportliche Wanderungen wie zum Donon oder zum Rocher de Mutzig sollten Sie zusätzlich Teleskop-Wanderstöcke, ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe und eine wasserdichte Windjacke mitnehmen. Die Wege des Club Vosgien, die oft aus Sandstein oder Waldboden bestehen, werden nach einem Regenschauer zudem schnell rutschig.
Welche Jahreszeit soll man wählen?
Im Elsass kann man das ganze Jahr über wandern; einige Jahreszeiten sind jedoch angenehmer als andere. Der Frühling (April–Juni) bietet angenehme Temperaturen, die Narzissen am Champ du Feu und wenig Andrang. Im Sommer (Juli–August) sollte man hingegen vor 9 Uhr aufbrechen und Wege im Unterholz bevorzugen. Der Herbst (September–Oktober) ist vor allem in den Weinbergen rund um Barr, Andlau und Mittelbergheim die schönste Jahreszeit. Im Winter (November–März) schließlich sind oberhalb von 800 m Schneeschuhe oder Steigeisen erforderlich.
Nützliche Karten und Apps
Der Club Vosgien gibt zudem IGN-Karten im Maßstab 1:50 000 mit seinen eigenen Markierungen heraus, die in den Tourismusbüros und lokalen Buchhandlungen erhältlich sind. Was Apps angeht, bietet Visorando mehr als 200 geprüfte Routen im Departement an; AllTrails und Komoot funktionieren ebenfalls gut. Die offizielle App des Club Vosgien (iOS und Android) enthält zudem eine Offline-Karte und mehr als 20.000 km an GPS-Routen. Kurz gesagt: genug, um Ihre Ausflüge ohne böse Überraschungen vorzubereiten.
🟢 Leichte Wanderungen: 1 bis 4 (für Familien)
Hier sind die vier am besten zugänglichen Touren aus der Auswahl. Alle lassen sich als Halbtagestouren mit Kindern ab 6 Jahren unternehmen. Der Höhenunterschied ist zudem moderat (unter 300 m D+) und die Wege sind breit und gut markiert.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Start am Kirchplatz in Dabo (im Departement Moselle, an der Grenze zum Departement Bas-Rhin), 25 Minuten von Saverne und 1 Stunde von Straßburg entfernt. Kostenlose Parkplätze im Dorf.
Die Strecke
Eine familienfreundliche Rundwanderung in den Nordvogesen, durch einen Buchen- und Tannenwald, unterbrochen von einigen Felsformationen. Auf dem Gipfel thront der Rocher de Dabo, ein Monolith aus rosafarbenem Sandstein, auf dem eine dem Heiligen Leo IX. gewidmete Kapelle steht. Von der Aussichtsplattform (664 m) aus reicht der Blick über die elsässische Ebene, die Vogesen und das Lothringer Plateau.
Unser Tipp
Für Kinder ab etwa 6 Jahren geeignet. Der Besuch der Kapelle ist kostenlos und bietet zudem oben eine windgeschützte Rastmöglichkeit. Außerdem gibt es entlang der Strecke mehrere Picknickplätze.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz der „Auberge du Nideck“ an der D218 zwischen Oberhaslach und Wangenbourg, 45 Minuten von Straßburg entfernt. Kostenlos, im Sommer jedoch oft schon ab 10:30 Uhr voll.
Die Strecke
Der Weg führt zu einem der höchsten Wasserfälle des Elsass: 25 m freier Fall in einem Felskessel, der nach mehreren Regentagen besonders beeindruckend ist. Die Wanderung führt anschließend hinauf zu den Ruinen der Burg Nideck, die im 13. Jahrhundert auf einer Sandsteinfelswand in 535 m Höhe erbaut wurde. Vom Bergfried aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Wasserfall. Der Rückweg führt schließlich durch das Unterholz.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz in Saint-Nabor (Route d’Ottrott) oder in Breitmatt, 40 Minuten südwestlich von Straßburg. Von Ottrott oder Obernai aus sind zudem mehrere Varianten möglich.
Die Strecke
Tatsächlich ist sie mit mehr als einer Million Besuchern pro Jahr die meistbesuchte Wallfahrtsstätte im Elsass. Die im 7. Jahrhundert gegründete Abtei thront zudem auf einem Felsvorsprung in 764 m Höhe über der Ebene. Die Rundwanderung ab Saint-Nabor führt durch den „Mur Païen“, diese 11 km lange Megalithanlage, deren Ursprung noch immer umstritten ist.
Familienvariante
Der „Sentier des Merveilles“ (6 km, 2 Std., geringer Höhenunterschied) ist ideal für Familien mit Kindern ab 4 Jahren. So erleben Sie das Wesentliche (Abtei, Aussichtspunkte, Überreste der „Mur Païen“), ohne die lange Strecke der großen Rundwanderung zurücklegen zu müssen. Die Abtei verfügt zudem über eine Cafeteria und ein Restaurant auf dem Gipfel.
Lange Variante: die Burgenrunde
Für erfahrene Wanderer gibt es eine 14 km lange Variante mit 483 m Höhenunterschied, die den Mont Sainte-Odile, die Ruinen der Burg Spesbourg und den Andlau-Wasserfall miteinander verbindet. Religiöses Kulturerbe, Burgen und Wildwasser auf einer einzigen Tour. Markierung: rotes Rechteck, gefolgt von einem blauen Kreuz.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Start in Saint-Jean-Saverne, 30 Minuten mit dem Zug von Straßburg entfernt (35 Minuten mit dem Auto). Ideal also für Wanderungen ohne Auto.
Die Strecke
Eine Rundwanderung im Regionalen Naturpark der Nordvogesen. Auf dem Mont Saint-Michel (438 m) befinden sich unter anderem eine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert, eine Megalithstätte namens „École des Sorcières“ (Hexenschule) und das „Trou des Sorcières“ (Hexenloch), eine Spalte, die den Felsen von einer Seite zur anderen durchzieht. Vom Gipfel aus hat man einen Blick auf die elsässische Ebene. Außerdem ist der Berg das ganze Jahr über zugänglich.
🟡 Wanderungen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad: 5 bis 8 (für geübte Wanderer)
Vier Wanderungen, die etwas anspruchsvoller sind, mit einem Höhenunterschied zwischen 260 und 363 m D+. Sie erfordern eine gute Kondition; sind aber an einem gemächlichen Tag, Pausen eingeschlossen, durchaus machbar.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz „La Serva“ (Belmont) oder „Champ du Feu“, 1 Stunde und 15 Minuten von Straßburg über Schirmeck entfernt. Je nach Jahreszeit sind auch mehrere Zugänge von Le Hohwald oder Belmont aus möglich.
Die Strecke
Der höchste Gipfel des Departements Bas-Rhin, 1.099 m hoch. Die Gipfelebene ist weitläufig: Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Schweizer Alpen, und ein 21 m hoher Aussichtsturm ermöglicht es, noch ein Stück höher zu steigen. Die Rundwanderung führt anschließend durch Heidelbeersträucher, Moore und Buchenwälder.
Im Winter steht Langlaufen auf dem Programm
Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein Langlaufgebiet mit rund 30 Kilometern Loipen. Je nach Schneelage kann man hier also Schneeschuhwandern oder Langlaufen. Lange Variante ab Le Hohwald: 15 km / 4 Std. / 520 m Höhenunterschied.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Start in Saverne (Stadtzentrum oder Parkplatz „Haut-Barr“), 40 Minuten von Straßburg entfernt mit dem Zug oder mit dem Auto über die A4.
Die Strecke
Der Haut-Barr (458 m), auch „das Auge des Elsass“ genannt, wacht seit dem 12. Jahrhundert über Saverne. Die Wanderroute verbindet unter anderem drei mittelalterliche Burgen: Haut-Barr, Petit-Geroldseck und Grand-Geroldseck. Unterwegs kommen der Chappe-Turm (1798, Relaisstation des optischen Telegrafen), die „Source des Pionniers“, der „Rocher du Brotsch“ und die „Table des Sorcières“ vorbei. Der Weg verläuft fast ausschließlich im Unterholz und ist auch bei großer Hitze gut zu bewältigen.
Kurzfassung
Um nur die drei Burgen zu sehen, ohne die große Runde zu laufen: 3,2 km / 2 Std. / 150 m Höhenunterschied. Ideal für den späten Nachmittag.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Châtenois (Parkplatz an der Kirche) oder Kintzheim. Châtenois liegt 35 Minuten mit dem Zug über Sélestat von Straßburg entfernt: ideal, um Zugfahrt und Wanderung zu verbinden.
Die Strecke
Die Wanderung führt auf dem GR®5 bis zum Schloss Haut-Koenigsbourg (757 m), einer Festung aus rosa Sandstein aus dem 12. Jahrhundert, die 1908 von Wilhelm II. restauriert wurde. Mit mehr als 500.000 Besuchern pro Jahr ist sie die zweitmeistbesuchte Sehenswürdigkeit im Elsass. Der Weg führt durch Eichen- und Buchenwälder und verläuft anschließend am Affenpark von Kintzheim und der Adlervoliere entlang. Weiter Blick auf die Ebene, den Schwarzwald und drei weitere Burgen (Ortenbourg, Ramstein, Kintzheim).
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz am Étang du Ramsthal, 10 Minuten vom Zentrum von Saverne entfernt. Kostenlos und selbst in der Hochsaison selten voll.
Die Strecke
Eine wenig frequentierte Wanderung – und genau darin liegt ihr Reiz. Start am Ufer des Ramsthalweier, einem ruhigen Waldteich. Aufstieg zu den Ruinen der Burg Greifenstein, einer Festung aus dem 12. Jahrhundert, deren zwei Türme noch erhalten sind. Unterwegs: die Grotte Saint-Vit, eine Felsenkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit ihrem kuriosen kleinen Alpengarten, und der Mélanie-Brunnen. Blick auf Saverne und den Haut-Barr vom Rocher du Breitkopf aus.
Warum wir ihn lieben
Das ist unser heimlicher Geheimtipp. Hier trifft man zehnmal weniger Leute als am Mont Sainte-Odile, bei einer ebenso abwechslungsreichen Route. Die Kombination aus Teich, Wald, Ruinen und Höhle bietet nämlich eine angenehme Abwechslung zu den reinen Waldwegen.
🔴 Sportliche Wanderungen: 9 und 10 (für erfahrene Wanderer)
Zum Abschluss noch zwei anspruchsvolle Wanderungen, die eine gute körperliche Verfassung erfordern. Sie bieten die schönsten Ausblicke des Departements; dafür braucht man jedoch einen ganzen Tag Zeit, geeignete Ausrüstung und echte Selbstständigkeit in den Bergen.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz am Col du Donon (Grandfontaine), von Schirmeck aus über die D392, 1 Stunde 30 Minuten von Straßburg entfernt. Für Wanderer ohne Auto gibt es auch eine Alternative ab dem Bahnhof Schirmeck.
Die Strecke
Der Donon erreicht eine Höhe von 1.009 m und liegt damit gleichauf mit dem Rocher de Mutzig im Wettstreit um den Titel des höchsten Gipfels des Departements. Einst keltischer, später gallorömischer Kultort: Auf dem Gipfel steht ein 1869 rekonstruierter römischer Tempel, der Merkur gewidmet ist. Die Rundwanderung verbindet anschließend den Grand Donon und den Petit Donon (961 m) über den GR®5. Bei klarem Wetter kann man von hier aus die Vogesen, den Schwarzwald und manchmal sogar die Alpenkette im Süden sehen.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Lutzelhouse oder Oberhaslach (Forsthaus Nideck für die große Rundwanderung), 1 Stunde von Straßburg entfernt. Für besonders Motivierte ist die Anreise auch mit Zug und Bus ab Lutzelhouse möglich.
Die Strecke
Die anspruchsvollste Route der Auswahl. Eine Rundwanderung, die den Rocher de Mutzig (1.008 m) mit dem Schneeberg (961 m) verbindet und dabei an der „Porte de Pierre“ (einer beeindruckenden Felsformation) sowie am „Elsassblick“ vorbeiführt. Tiefe Buchen- und Tannenwälder, rosa Sandsteinfelsen, Panoramablicke auf das Bruche-Tal, den Donon und den Champ du Feu.
Einfachere Version
Für eine einfachere Variante: nur der Rocher de Mutzig ab Oberhaslach (13 km / 5 Std.). So erreichen Sie den Gipfel und die Porte de Pierre, ohne die doppelte Schleife zu laufen.
Bonus: Burgen und Weinberge, die man zu Fuß erreichen kann
Im Bas-Rhin gibt es über 40 Burgruinen, Überreste des elsässischen Mittelalters, und seine Weinberge erstrecken sich über 170 km entlang der Ausläufer der Vogesen. Hier sind also einige kurze Rundwanderungen, bei denen sich Wandern, mittelalterliches Kulturerbe und Weinverkostung verbinden lassen. Alle liegen zudem weniger als 30 Minuten von unseren Nexvisit-Unterkünften entfernt. Wenn Sie Ihren Ausflug in die Dörfer ausweiten möchten, schauen Sie sich unseren Reiseführer zu den schönsten Dörfern des Elsass an.
Die Schlösser von Andlau und Spesbourg
10,86 km lange Rundwanderung ab Andlau mit ca. 350 m Höhenunterschied. Die Wanderung verbindet somit zwei Zwillingsburgen, die auf Sandsteinfelsen thronen: die Burg Andlau (13. Jahrhundert) und die Burg Spesbourg. Eine der schönsten Wanderungen durch die elsässischen Weinberge mit weiten Ausblicken auf die Ebene und den Schwarzwald. Markierung: rotes Rechteck, dann gelbes Kreuz. Rechnen Sie mit 4 Stunden.
Das Schloss von Guirbaden, gesehen von Mollkirch
Die Burg von Guirbaden ist zudem eine der größten Burgen im Elsass. Rundwanderung von 9 km / 3 Std. / 280 m Höhenunterschied ab Mollkirch, durch einen schönen Buchenwald bis zu den Ruinen aus dem 11. Jahrhundert. Vom Bergfried aus hat man übrigens einen herrlichen Ausblick auf das Bruche-Tal. Markierung: rotes Rechteck.
Der Weinwanderweg Mittelbergheim – Zotzenberg
Kurze Wanderung (3,5 km, 1 Stunde 30 Minuten) durch die Weinberge des Zotzenbergs, einem elsässischen Grand Cru der Rebsorte Sylvaner. Der Weg führt durch ein klassifiziertes Anbaugebiet und ist mit einer Orientierungstafel sowie Schiltern ausgestattet, die die Arbeit des Winzers erläutern. Besonders empfehlenswert am späten Nachmittag, mit einer Weinprobe bei einem Winzer am Ziel. Markierung: gelbes Rechteck.
Die Burg Fleckenstein (Nordvogesen)
Im Norden des Departements erhebt sich auf 370 m Höhe die Burg Fleckenstein, die auch als „Burg der Herausforderungen“ bekannt ist. Rundwanderung von 6 km / 2:30 Std. / 230 m Höhenunterschied ab Lembach. Diese aus rosa Sandstein gehauene Höhlenburg aus dem 12. Jahrhundert beherbergt heute einen spielerischen Lehrpfad für Familien. Wandern und ungewöhnliches mittelalterliches Kulturerbe in einem Ausflug. Markierung: rotes Rechteck.
Wo kann man übernachten, um die Wanderwege zu erkunden?
Die Wahl der Unterkunft macht bei einem Wanderwochenende tatsächlich den entscheidenden Unterschied aus: Es ist besser, nur 20 Minuten von den Wanderwegen entfernt zu sein, als 1 Stunde 30 Minuten im Stau auf dem Rückweg zu stehen. Bei Nexvisit verfügen alle unsere Unterkünfte über eine voll ausgestattete Küche, bereitgestellte Hotelwäsche und einen selbstständigen Check-in. Hier sind also drei gut gelegene Ausgangspunkte, je nachdem, welche Wanderungen Sie planen – vom Norden bis zum Süden des Departements.
Im Duo: zwei Studios in guter Lage
Lieber zu zweit, im Norden oder im Süden des Departements? Hier sind also zwei Studios, die sich perfekt für einen Wanderurlaub zu zweit eignen.
* Pauschalpreis für 1 Nacht: professionelle Reinigung, Bettwäsche und WLAN inklusive. Bei längeren Aufenthalten gilt ein gestaffelter Preis pro Nacht.
Kostenvoranschlag für ein Wanderwochenende im Bas-Rhin
Wandern ist übrigens nach wie vor eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, das Elsass zu entdecken. Abgesehen von der Unterkunft ist fast alles kostenlos: die frei zugänglichen Wanderwege des Club Vosgien, oft kostenlose Parkplätze an den Ausgangspunkten und ein Picknick unterwegs. Hier ist unsere Kostenschätzung pro Person (bei zwei Personen) für ein Wochenende mit zwei Übernachtungen und drei Tagen.
| Ausgabenposten | Preiswert | Komfort |
|---|---|---|
| Unterkunft bei Nexvisit (2 Nächte) | 70 € | 140 € |
| Mahlzeiten und Picknicks | 40 € | 90 € |
| Elsässisches Restaurant (1 Abendessen) | 25 € | 50 € |
| Benzin / Transport | 25 € | 40 € |
| Club Vosgien-Karte | 10 € | 15 € |
| Souvenirs (Wein, Honig aus der Region) | 15 € | 40 € |
| Gesamtbetrag pro Person | 185 € | 375 € |
8 praktische Tipps von einheimischen Wanderern
Ein paar in der Praxis bewährte Tipps, damit Sie Ihre Wanderungen im Bas-Rhin in vollen Zügen genießen können. Denn es sind eben diese kleinen Details, die den Unterschied zwischen einem schönen Ausflug und einem anstrengenden Tag ausmachen.
- Lernen Sie die drei Symbole des Club Vosgien kennen. Rechteck = Hauptweg, Kreuz = lokale Variante, Raute = Verbindungsweg. Damit können Sie 80 % der Wegmarkierungen im Departement ohne zu zögern entschlüsseln.
- Fahren Sie in der Hochsaison früh los. Am Mont Sainte-Odile und am Wasserfall „Cascade du Nideck“ sind die Parkplätze im Juli und August bereits ab 10:30 Uhr voll. Vor 9 Uhr haben Sie die Wanderwege hingegen ganz für sich allein.
- Laden Sie Ihre Karten offline herunter. In einigen Waldgebieten (Donon, Schneeberg, Champ du Feu) ist der Empfang zudem schlecht. Laden Sie Visorando oder Komoot vor der Abfahrt im Offline-Modus herunter.
- Vergessen Sie Ihre normalen Turnschuhe. Der Sandstein wird nach Regen nämlich sehr rutschig. Hohe Schuhe mit profilierter Sohle sind daher ab 800 m fast unverzichtbar.
- Besorgen Sie sich die Zutaten für Ihr Picknick auf dem Markt. Vor allem die Märkte in Obernai, Barr und Sélestat bieten eine riesige Auswahl an regionalen Produkten. Ein Munster-Käse vom Bauernhof auf dem Gipfel des Champ du Feu – und die Erinnerung bleibt für immer.
- Kombinieren Sie Zugfahrt und Wandern. Mehrere Wanderungen beginnen an einem Bahnhof: Mont Saint-Michel d’Alsace (Saint-Jean-Saverne), Haut-Koenigsbourg (Châtenois), Haut-Barr (Saverne). Kein Parkplatzstress.
- Passen Sie das Tempo an die Kinder an. Bei 4- bis 6-Jährigen sollten Sie daher die angegebenen Zeiten verdoppeln. Planen Sie außerdem Pausen für einen Snack ein und setzen Sie ein klares Ziel (Wasserfall, Ruinen, Gipfel), um die Kinder zu motivieren.
- Informieren Sie sich über das Bergwetter. Oberhalb von 800 m ändern sich die Bedingungen zudem schnell. Schauen Sie am Vortag bei Météo France oder Mountain-Forecast nach, wenn Sie anspruchsvolle Wanderungen planen (Donon, Mutzig, Champ du Feu).
Häufig gestellte Fragen zum Wandern im Departement Bas-Rhin
Hier finden Sie die Antworten auf die Fragen, die auf den Wanderwegen des Departements am häufigsten gestellt werden.
Der „Sentier des Merveilles“ am Mont Sainte-Odile (6 km, 2 Std.) ist die beste Wahl: geringer Höhenunterschied, breiter Weg, eine Abtei auf dem Gipfel, die man besichtigen kann, und Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort. Auch die Rundwanderung zum Rocher de Dabo (5,5 km, 2 Std.) eignet sich sehr gut für Kinder ab 6 Jahren.
Der Champ du Feu auf 1.099 m. Der Donon und der Rocher de Mutzig folgen mit 1.009 bzw. 1.008 m. Die drei Gipfel sind übrigens zu Fuß über die Markierungen des Club Vosgien erreichbar, was in Frankreich in dieser Höhe eher selten ist.
Ja, mit einigen Vorsichtsmaßnahmen. Wanderungen in niedrigen Lagen (Haut-Barr, Greifenstein, Mont Saint-Michel d’Alsace) sind somit das ganze Jahr über möglich. Am Champ du Feu und am Donon können die Wege von Dezember bis März durch Schnee blockiert sein: Nehmen Sie Schneeschuhe oder Steigeisen mit. Am Champ du Feu gibt es sogar ein markiertes Langlaufgebiet.
Der Club Vosgien verwendet eine Reihe geometrischer Symbole, die auf Bäume gemalt sind: Rechteck (Hauptwege), Kreuz, Dreieck, Kreis, Scheibe, Raute, Ring, Chevron. Jedes Symbol kann zudem eine andere Farbe haben (rot, blau, gelb, grün), die die allgemeine Richtung angibt. Die roten Rechtecke entsprechen den GR®-Wegen.
Weinberg, Unterkunft und Ausrüstung
Ja. Die Rundwege rund um Barr, Andlau, Mittelbergheim und Heiligenstein (7 bis 15 km) führen durch Grand-Cru-Lagen wie den Kastelberg und den Zotzenberg. Viele Winzer empfangen Besucher zudem direkt an den Wanderwegen in ihren Weinkellern. Die beste Reisezeit ist jedoch nach wie vor September bis Oktober, wegen der Weinlese und der herbstlichen Farbenpracht.
Das hängt vom Programm ab. Für die Nordvogesen (Dabo, Donon, Saverne): Phalsbourg mit „Le Florescence“. Für das Zentralelsass (Mont Sainte-Odile, Champ du Feu, Weinberge): Zellwiller mit „La Maison Paisible“. Für den Süden (Haut-Koenigsbourg, Ribeauvillé): Sélestat mit „Le Céleste“.
Ja, mehrere Wanderrouten beginnen unter anderem an einem Bahnhof, der von Straßburg aus erreichbar ist: Mont Saint-Michel d’Alsace (Saint-Jean-Saverne), Haut-Barr (Saverne), Haut-Koenigsbourg (Châtenois) und Donon (Schirmeck + Bus). So kann man das Parken vermeiden und mit weniger Gepäck reisen.
Hohe Wanderschuhe, 20-Liter-Rucksack, 1,5 Liter Wasser pro Person, energiereiche Snacks, atmungsaktive Kleidung im Zwiebel-Look, Sonnencreme und im Sommer eine Mütze. Für anspruchsvolle Wanderungen (Donon, Mutzig) sollten Sie zusätzlich Teleskop-Wanderstöcke, ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe und eine wasserdichte Windjacke mitnehmen.
Wanderzeiten
Der Frühling (April–Juni) und der Herbst (September–Oktober) bieten die beste Balance zwischen Wetter und Besucherandrang. Auch im Sommer ist eine Tour möglich, wenn man sehr früh aufbricht. Im Winter ist das Wandern in tieferen Lagen gut möglich; ab 800 m wird es jedoch schwierig.
Burgen und Ausblicke
Im Departement gibt es mehr als 40 Burgruinen. Die am besten zu Fuß erreichbaren sind: die Haut-Koenigsbourg (die meistbesuchte), die Haut-Barr, die Burg Nideck, die Burgen von Andlau und Spesbourg, die Burg Guirbaden, die Burg Greifenstein und der Fleckenstein in den Nordvogesen. So verbindet fast jeder Ausflug Wandern mit mittelalterlichem Kulturerbe.
Der Champ du Feu (1.099 m) bietet insbesondere den weitesten Ausblick mit einer Orientierungstafel und bei klarem Wetter einem Panoramablick bis zu den Alpen. Der Donon, der Rocher de Mutzig und der Rocher du Brotsch (Wanderweg „Sentier du Haut-Barr“) sind ebenfalls sehenswert. Was die Weinberge betrifft, sollten Sie schließlich die Aussichtspunkte von Spesbourg, Westhoffen und den Gipfel des Mont Sainte-Odile nicht verpassen.
Der Bas-Rhin ist nach wie vor eine der schönsten Wanderregionen Frankreichs. Die Vogesen, die elsässischen Weinberge, die Nordvogesen: Die Vielfalt der Landschaften, die zuverlässige Wegmarkierung des Club Vosgien und das reiche Kulturerbe (Burgen, Abteien, archäologische Stätten, Wasserfälle) machen diese Region zu einem einzigartigen Wanderparadies. Und im Gegensatz zu anderen Gebirgsmassiven sind die Wanderwege tatsächlich für alle Niveaus geeignet, vom Anfänger mit Familie bis zum erfahrenen Wanderer.
Um Ihre Wanderungen im Bas-Rhin in vollen Zügen genießen zu können, übernachten Sie in einer unserer Unterkünfte, die nur wenige Minuten von den Wanderwegen entfernt liegen. So verlängern Sie Ihr Wochenende, ohne am Ende des Tages noch lange Anfahrtswege in Kauf nehmen zu müssen. Und wenn Sie direkt über Nexvisit buchen, erhalten Sie den besten Preis: ohne Provision, inklusive Reinigung und Bettwäsche.



