Wandern im Bas-Rhin: Die 10 schönsten Wanderwege für 2026
Vom Rocher de Dabo bis zum Mont Sainte-Odile, vom Donon bis zum Haut-Koenigsbourg: eine geprüfte Auswahl an Wanderrouten mit Angaben zu Länge, Höhenunterschied, Aussichtspunkten und der Beschilderung des Club Vosgien.
Suchen Sie die schönsten Wanderrouten im Bas-Rhin für ein Naturwochenende zwischen Vogesenwäldern, Burgen und Aussichtspunkten? Gute Nachrichten: Das Departement ist eines der schönsten Wandergebiete der Region Grand Est. Tatsächlich werden dort seit 1872 fast 3.000 km markierte Wanderwege vom Club Vosgien, einem der ältesten Wandervereine Europas, gepflegt. Darüber hinaus zählt der Bas-Rhin 27 Gipfel über 800 Meter, vom Donon bis zum Champ du Feu, sowie Dutzende mittelalterlicher Burgen, die zu Fuß erreichbar sind, spektakuläre Wasserfälle und die als Kulturerbe eingestuften elsässischen Weinberge.
In diesem Reiseführer stellen wir Ihnen die Wanderrouten vor, die wir unseren Reisenden empfehlen. So finden Sie hier 10 geprüfte Wanderwege (Länge, Höhenunterschied, Dauer, genaue Wegmarkierung, Orientierungstafel), sortiert nach steigendem Schwierigkeitsgrad – vom Familienanfänger bis zum erfahrenen Wanderer. Außerdem finden Sie hier unsere besten Nexvisit-Unterkünfte in günstiger Lage nahe den beliebtesten Wanderwegen, einen detaillierten Kostenplan für ein Wanderwochenende und acht praktische Tipps. Kurz gesagt: alles, was Sie brauchen, um unbeschwert im Bas-Rhin wandern zu gehen.
Warum im Departement Bas-Rhin wandern?

Das Departement Bas-Rhin liegt am Schnittpunkt dreier unterschiedlicher Landschaftsformen. So gelangt man in weniger als einer Autostunde von der Rheinebene in die Vogesen und weiter auf die Lothringer Hochebene. Daher bieten nur wenige Departements eine solche Vielfalt auf einem so kompakten Gebiet. Unserer Erfahrung nach ist dies wahrscheinlich das beste Wandergebiet im Grand Est, mit einem seltenen Vorteil: Fast alle Wanderwege sind nach dem Standard des Club Vosgien markiert, der selbst für Gelegenheitswanderer gut verständlich ist.
Ein Departement zwischen drei Gebirgszügen
Der Reiz des Departements Bas-Rhin liegt in seiner einzigartigen Geografie. Zum einen bietet die elsässische Ebene einfache Spaziergänge durch Weinberge und Fachwerkdörfer. Zum anderen erhebt sich das Vogesenmassiv am Champ du Feu auf 1.099 Meter Höhe und besticht durch seine tiefen Buchen- und Tannenwälder. Schließlich bietet das Lothringer Plateau im Westen Zugang zu den Nordvogesen, die sanfter sind, aber reich an Burgruinen. So können Sie jeden Tag die Umgebung wechseln, ohne das Departement zu verlassen.
Der Club Vosgien, verantwortlich für die Wegmarkierung
Der Club Vosgien besteht seit 1872. Heute unterhält der Verein mehr als 20.000 km Wanderwege durch die Vogesen und den elsässischen Jura. Die Markierung erfolgt alle 100 bis 200 Meter durch Farbaufstriche auf Bäumen: ein Rechteck für die Hauptwege, gefolgt von einem Kreuz, einem Dreieck, einem Kreis, einer Raute oder einem Ring für die Abzweigungen. Zudem gibt die Farbe die allgemeine Richtung an. Hat man das System einmal verstanden, verirrt man sich so gut wie nie mehr. Die Fernwanderwege GR®5 und GR®53 durchqueren das Departement ebenfalls von Norden nach Süden.
Vier Jahreszeiten, vier Stimmungen
Jede Jahreszeit hat ihre Vorzüge. Der Frühling ist nach wie vor die beste Zeit für den Champ du Feu, mit seinen Narzissen und wenigen Besuchern. Im Sommer muss man früh aufbrechen, wird dafür aber mit den klarsten Ausblicken belohnt. Der Herbst ist ideal in den Weinbergen rund um Barr und Mittelbergheim, wenn die Farben der Weinlese leuchten. Und schließlich eignet sich der Winter gut für Wanderwege in tieferen Lagen. Oberhalb von 800 m sollten Sie jedoch Schneeschuhe einplanen: Von Dezember bis März kann Schnee die Wege blockieren.
Wusstest du das? 7 Anekdoten, mit denen du glänzen kannst
Bevor wir uns der Auswahl der Wanderungen zuwenden, hier ein paar wahre Geschichten, die die Wanderwege im Bas-Rhin viel lebendiger machen. Diese kleinen historischen Juwelen verändern nämlich die Art und Weise, wie man eine Gegend erlebt. Außerdem sorgen sie immer für Begeisterung, wenn man nach der Rückkehr von der Wanderung davon erzählt.
🎭 Sieben wahre Geschichten von den Wanderwegen des Bas-Rhin
11 km Der „Mur Païen“, ein archäologisches Rätsel des Mont Sainte-Odile. Diese Megalithanlage umgibt den Mont Sainte-Odile auf einer Länge von 11 Kilometern. Tatsächlich besteht sie aus etwa 300.000 zyklopischen Blöcken, von denen einige mehrere Tonnen wiegen. Allerdings sind sich die Archäologen nach wie vor uneinig über ihren Ursprung und ihre Datierung (Kelten, Römer, noch älter?). Übrigens findet man dort noch immer Blöcke, die durch versteinerte Holzzapfen zusammengefügt wurden.
1009 m Der Donon, einst keltischer und später römischer Kultort. Auf dem Gipfel des Donon steht ein römischer Tempel, der 1869 auf Grundlage archäologischer Ausgrabungen rekonstruiert wurde. Ursprünglich verehrten die Kelten dort bereits eine Berggottheit. Später errichteten die Römer dort einen Merkur gewidmeten Tempel. So war der Gipfel über 2.000 Jahre lang ein heiliger Ort und ist bis heute einer der geschichtsträchtigsten Orte der Vogesen.
1872 Gründung des Club Vosgien und Erfindung der modernen Wegmarkierung. Der Verein wurde 1872 in Saverne von einem Arzt namens Richard Stieve gegründet. Damit ist das Departement Bas-Rhin eine der weltweiten Wiegen der Wegmarkierung mit Symbolen. Tatsächlich inspirierte dieses System später die Wandervereine in Deutschland, der Schweiz und Italien. Es ist eines der unauffälligsten, aber nützlichsten Vermächtnisse, die dem europäischen Wandern hinterlassen wurden.
25 m Der Nideck-Wasserfall, der höchste Wasserfall des Elsass. Mit seiner 25 Meter hohen freien Fallstrecke in einem Vulkankessel ist er der höchste Wasserfall des Vogesenmassivs auf elsässischer Seite. Zudem inspirierte die Burg, die im 13. Jahrhundert über ihm thronte, eine Legende, die von den Brüdern Grimm aufgegriffen wurde: die einer Riesenfamilie, die in der Festung lebte. Außerdem ist die Wasserführung im Frühjahr nach der Schneeschmelze spektakulär.
1798 Le Haut-Barr, Frankreichs erste optische Telegrafenleitung. Im Jahr 1798 war der Chappe-Turm am Wanderweg von Haut-Barr eine der Relaisstationen des allerersten optischen Telegrafen der Welt, der von Claude Chappe erfunden wurde. So konnte eine Nachricht in 36 Minuten über 50 optische Relaisstationen von Paris nach Straßburg übertragen werden. Tatsächlich handelte es sich um eine digitale Revolution vor ihrer Zeit: das Internet mittels Flaggensignalen.
1908 Die Haut-Koenigsbourg wurde von Kaiser Wilhelm II. restauriert. Nachdem die Burg zwei Jahrhunderte lang eine Ruine war, wurde sie zwischen 1900 und 1908 vom deutschen Kaiser Wilhelm II. vollständig restauriert, der sie zu einem kaiserlichen Symbol machte. Heute ist es mit mehr als 500.000 Besuchern pro Jahr die zweitmeistbesuchte Sehenswürdigkeit im Elsass. Übrigens drehte Jean Renoir dort 1937 Szenen für den Film „La Grande Illusion“.
1.099 m Le Champ du Feu, höchster Gipfel des Departements Bas-Rhin und Langlaufgebiet. Mit seinen 1.099 Metern ist der Champ du Feu der höchste Gipfel des Departements. Allerdings wissen nur wenige, dass er auch ein markiertes Langlaufgebiet beherbergt. So verwandelt sich der Ort im Winter in ein Langlaufgebiet mit rund dreißig Kilometern Loipen. Tatsächlich gab es in den 1960er Jahren sogar einen Skilift, bevor der Rückgang der Schneemenge dessen Betrieb unrentabel machte.
Vor der Abreise: Ausrüstung und Vorbereitung
Ein wenig Vorausplanung verändert das Erlebnis völlig. Die Wanderwege im Bas-Rhin sind zwar gut markiert, doch einige verlaufen über rutschigen Sandstein oder vom Regen ausgewaschene Steine. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie vor dem Aufbruch beachten sollten, um unbeschwert wandern zu können.
Unverzichtbare Ausrüstung
Für eine Halbtagestour sollten Sie hohe Wanderschuhe, einen 20-Liter-Rucksack, 1,5 Liter Wasser pro Person, einen energiereichen Snack, atmungsaktive Kleidung im Zwiebel-Look (das Wetter ändert sich in der Höhe schnell), Sonnencreme und im Sommer eine Mütze einpacken. Für anspruchsvolle Wanderungen wie den Donon oder den Rocher de Mutzig sollten Sie zusätzlich Teleskopstöcke, ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe und eine wasserdichte Windjacke mitnehmen. Die Wege des Club Vosgien bestehen oft aus Sandstein oder Waldboden und sind nach Regenfällen manchmal rutschig.
Welche Jahreszeit soll man wählen?
Im Elsass kann man das ganze Jahr über wandern, doch manche Jahreszeiten sind angenehmer als andere. Zunächst bietet der Frühling (April–Juni) milde Temperaturen, Narzissen am Champ du Feu und wenig Andrang. Im Sommer (Juli–August) sollte man früh aufbrechen: Starten Sie vor 9 Uhr und wählen Sie vorzugsweise Wege im Unterholz. Der Herbst (September–Oktober) ist die beste Jahreszeit in den Weinbergen rund um Barr, Andlau und Mittelbergheim. Im Winter (November–März) sind oberhalb von 800 m Schneeschuhe oder Steigeisen erforderlich.
Nützliche Karten und Apps
Der Club Vosgien gibt IGN-Karten im Maßstab 1:50 000 mit spezifischer Markierung heraus, die in den örtlichen Tourismusbüros und Buchhandlungen erhältlich sind. Was Apps angeht, bietet Visorando über 200 geprüfte Routen im Departement an; AllTrails und Komoot funktionieren ebenfalls gut. Darüber hinaus enthält die offizielle App des Club Vosgien (iOS und Android) Offline-Karten und mehr als 20.000 km an GPS-Routen. Sie haben also die Qual der Wahl bei der Planung Ihrer Routen.
🟢 Leichte Wanderungen: 1 bis 4 (für Familien)
Hier sind die vier leichtesten Wanderungen aus der Auswahl. Alle lassen sich an einem halben Tag mit Kindern ab 6 Jahren bewältigen. Außerdem ist der Höhenunterschied moderat (unter 300 m) und die Wege sind breit und gut markiert.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Start am Kirchplatz in Dabo (Moselle, an der Grenze zum Bas-Rhin), 25 Minuten von Saverne entfernt. Kostenlose Parkplätze stehen im Dorf zur Verfügung. Die Fahrt von Straßburg dauert etwa 1 Stunde.
Die Strecke
Familienwanderung in den Nordvogesen. Der Weg führt durch einen Buchen- und Tannenwald, vorbei an einigen Felsformationen. Auf dem Gipfel thront der Rocher de Dabo, ein Monolith aus rosa Sandstein, auf dem eine dem Heiligen Leo IX. gewidmete Kapelle steht. Von der Aussichtsplattform (664 m) hat man einen Blick auf die elsässische Ebene, die Vogesen und das Lothringer Plateau.
Unser Tipp
Geeignet für Kinder ab etwa 6 Jahren. Außerdem ist der Besuch der Kapelle kostenlos und bietet oben eine windgeschützte Rastmöglichkeit. Darüber hinaus gibt es entlang der Strecke mehrere Picknickplätze.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz der Auberge du Nideck an der D218 zwischen Oberhaslach und Wangenbourg. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten ab Straßburg. Das Parken ist kostenlos, im Sommer kann der Parkplatz jedoch bereits ab 10:30 Uhr voll sein.
Die Strecke
Der Weg führt zum höchsten Wasserfall des Elsass: 25 m freier Fall in einem Felsbecken. Er ist einen Abstecher wert, vor allem nach mehreren Regentagen. Anschließend steigt die Wanderung zu den Ruinen der Burg Nideck an, die im 13. Jahrhundert auf einer Sandsteinfelswand in 535 m Höhe erbaut wurde. Vom Bergfried aus hat man einen direkten Blick auf den Wasserfall. Der Rückweg führt durch das Unterholz.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz Saint-Nabor (Route d’Ottrott) oder Parkplatz Breitmatt. 40 Minuten südwestlich von Straßburg. Mehrere Routenvarianten ab Ottrott oder Obernai.
Die Strecke
Mit über einer Million Besuchern pro Jahr ist dies der meistbesuchte Wallfahrtsort im Elsass. Die im 7. Jahrhundert gegründete Abtei thront auf einem Felsvorsprung in 753 m Höhe über der Ebene. Die Rundwanderung ab Saint-Nabor führt durch den „Mur Païen“, eine 11 km lange Megalithanlage, deren Ursprung nach wie vor umstritten ist.
Familienvariante
Der „Sentier des Merveilles“ (6 km, 2 Std., geringer Höhenunterschied) ist ideal für Familien mit Kindern ab 4 Jahren. So erleben Sie das Wesentliche (Abtei, Aussichtspunkte, Überreste der „Mur Païen“) ohne die Länge der großen Rundwanderung. Außerdem gibt es in der Abtei oben eine Cafeteria und ein Restaurant.
Lange Variante: die Burgenrunde
Für erfahrene Wanderer bietet sich eine 14 km lange Variante mit 483 Höhenmetern an, die den Mont Sainte-Odile, die Ruinen der Burg Spesbourg und den Andlau-Wasserfall miteinander verbindet. So vereinen Sie religiöses Erbe, mittelalterliche Burgen und rauschendes Wasser auf einer einzigen Tour. Markierung: rotes Rechteck, gefolgt von einem blauen Kreuz.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Start in Saint-Jean-Saverne, das mit dem Zug von Straßburg aus in 30 Minuten erreichbar ist. Ideal, wenn Sie ohne Auto wandern möchten. Mit dem Auto sind es 35 Minuten von Straßburg aus.
Die Strecke
Rundwanderung im Regionalen Naturpark Nordvogesen. Auf dem Mont Saint-Michel (438 m) befinden sich eine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert, eine Megalithstätte namens „École des Sorcières“ (Hexenschule) und das „Trou des Sorcières“(Hexenloch), eine Felsspalte, die den Felsen von einer Seite zur anderen durchzieht. Vom Gipfel aus hat man einen Blick auf die elsässische Ebene. Ganzjährig zugänglich.
🟡 Wanderungen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad: 5 bis 8 (für geübte Wanderer)
Hier sind vier Wanderungen, die etwas anspruchsvoller sind und einen Höhenunterschied zwischen 260 und 363 m aufweisen. Sie erfordern eine gute körperliche Verfassung, sind aber an einem gemächlichen Tag mit Pausen gut zu bewältigen.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz „La Serva“ (Belmont) oder Parkplatz „Champ du Feu“. 1 Stunde und 15 Minuten von Straßburg über Schirmeck. Je nach Jahreszeit sind mehrere Zugänge von Le Hohwald oder Belmont aus möglich.
Die Strecke
Mit 1.099 m der höchste Gipfel des Departements Bas-Rhin. Die Gipfelebene ist offen, sodass man bei klarem Wetter bis zu den Schweizer Alpen blicken kann. Ein 21 m hoher Aussichtsturm ermöglicht es, noch etwas höher zu steigen. Die Rundwanderung führt durch Heidelbeersträucher, Moore und Buchenwälder.
Im Winter steht Langlaufen auf dem Programm
Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein Langlaufgebiet mit rund 30 Kilometern markierten Loipen. Je nach Schneelage kann man hier Schneeschuhwandern oder Langlaufen. Eine längere Variante ist ab Le Hohwald möglich: 15 km / 4 Std. / 520 m Höhenunterschied.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Start in Saverne (Stadtzentrum oder Parkplatz Haut-Barr). Saverne ist mit dem Zug oder dem Auto über die A4 in 40 Minuten von Straßburg aus zu erreichen.
Die Strecke
Der Haut-Barr (458 m) wird auch als „das Auge des Elsass“ bezeichnet: Seit dem 12. Jahrhundert wacht er über Saverne. Die Route verbindet drei mittelalterliche Burgen: Haut-Barr, Petit-Geroldseck und Grand-Geroldseck. Unterwegs liegen der Tour Chappe (1798, optische Telegrafenstation), die Source des Pionniers, der Rocher du Brotsch und die Table des Sorcières. Der Weg verläuft fast durchgehend im Unterholz und ist daher auch bei großer Hitze gut zu bewältigen.
Kurzfassung
Wenn Sie nur die drei Burgen ohne die große Rundwanderung besichtigen möchten, rechnen Sie mit 3,2 km / 2 Std. / 150 m Höhenunterschied. Das ist ideal für einen späten Nachmittag.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Châtenois (Parkplatz an der Kirche) oder Kintzheim. Châtenois ist mit dem Zug von Straßburg aus in 35 Minuten über Sélestat zu erreichen. Ideal, um Zugfahrt und Wanderung zu verbinden.
Die Strecke
Die Wanderung folgt dem GR®5 bis zur Burg Haut-Koenigsbourg (757 m), einer Festung aus rosa Sandstein aus dem 12. Jahrhundert, die 1908 von Wilhelm II. restauriert wurde. Mit mehr als 500.000 Besuchern pro Jahr ist sie die zweitmeistbesuchte Sehenswürdigkeit im Elsass. Der Weg führt durch Eichen- und Buchenwälder, am Affenpark von Kintzheim und der Adlervoliere vorbei. Weitreichender Blick auf die elsässische Ebene, den Schwarzwald und drei weitere Burgen (Ortenburg, Ramstein, Kintzheim).
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz am Étang du Ramsthal, 10 Minuten vom Zentrum von Saverne entfernt. Kostenloser Parkplatz, der selbst in der Hochsaison selten voll ist.
Die Strecke
Im Vergleich zu den klassischen Wanderwegen ist diese Route wenig frequentiert, und genau das macht sie so interessant. Start am Ufer des Ramsthalweiers, einem ruhigen Waldteich. Aufstieg zu den Ruinen der Burg Greifenstein, einer Festung aus dem 12. Jahrhundert, von der noch zwei Türme stehen. Unterwegs: die Grotte Saint-Vit, eine Felsenkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit einem recht kuriosen kleinen Alpengarten, und der Mélanie-Brunnen. Panoramablick auf Saverne und den Haut-Barr vom Rocher du Breitkopf aus.
Warum wir ihn lieben
Das ist unser heimlicher Geheimtipp. Tatsächlich begegnet man hier im Durchschnitt zehnmal weniger Menschen als am Mont Sainte-Odile, bei einer ebenso abwechslungsreichen Strecke. Außerdem bietet die Kombination aus Teich, Wald, Ruinen und Höhle eine willkommene Abwechslung zu den reinen Waldwegen.
🔴 Sportliche Wanderungen: 9 und 10 (für erfahrene Wanderer)
Zum Abschluss noch zwei anspruchsvolle Wanderungen, die eine gute körperliche Verfassung erfordern. Sie bieten die schönsten Ausblicke des Departements, erfordern jedoch einen ganzen Tag Zeit, geeignete Ausrüstung und echte Selbstständigkeit in den Bergen.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Parkplatz am Col du Donon (Grandfontaine), erreichbar von Schirmeck aus über die D392. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden von Straßburg aus. Für Wanderer ohne Auto gibt es eine Alternative ab dem Bahnhof Schirmeck.
Die Strecke
Der Donon erreicht eine Höhe von 1.009 m und teilt sich damit mit dem Rocher de Mutzig den Titel des höchsten Gipfels des Departements. Einst war er ein keltischer und später gallorömischer Kultort: Auf dem Gipfel befindet sich ein 1869 rekonstruierter römischer Tempel, der Merkur gewidmet ist. Die Rundwanderung verbindet den Grand Donon und den Petit Donon (961 m) über den GR®5. Bei klarem Wetter kann man die Vogesen, den Schwarzwald und manchmal sogar die Alpenkette im Süden sehen.
Ausgangspunkt und Anfahrt
Lutzelhouse oder Oberhaslach (Forsthaus Nideck für die große Rundwanderung). Rechne mit einer Stunde Fahrtzeit ab Straßburg. Ideal mit Zug und Bus ab Lutzelhouse für besonders Motivierte.
Die Strecke
Die anspruchsvollste Route der Auswahl. Eine Rundwanderung, die den Rocher de Mutzig (1.008 m) mit dem Schneeberg (961 m) verbindet und an der Porte de Pierre (einer beeindruckenden Felsformation) sowie am Elsassblick vorbeiführt. Tiefe Buchen- und Tannenwälder, rosa Sandsteinfelsen, Ausblicke auf das Bruche-Tal, den Donon und den Champ du Feu.
Einfachere Version
Für eine einfachere Variante: Nur der Rocher de Mutzig ab Oberhaslach (13 km / 5 Std.). Dabei bleiben der Gipfel und die Porte de Pierre erhalten, ohne die doppelte Schleife.
Bonus: Burgen und Weinberge, die man zu Fuß erreichen kann
Im Departement Bas-Rhin gibt es über 40 Burgruinen, Überreste des elsässischen Mittelalters. Zudem erstrecken sich die elsässischen Weinberge über 170 km entlang der Ausläufer der Vogesen. Hier ist unsere Auswahl an kurzen Rundwanderungen, bei denen Sie Wandern, mittelalterliches Kulturerbe und Weinverkostungen miteinander verbinden können. Alle sind von unseren Nexvisit-Unterkünften aus in weniger als 30 Minuten erreichbar.
Die Schlösser von Andlau und Spesbourg
Eine 10,86 km lange Rundwanderung ab Andlau mit ca. 350 m Höhenunterschied. Die Wanderung verbindet zwei mittelalterliche Zwillingsburgen, die auf Sandsteinfelsen thronen: die Burg Andlau (13. Jahrhundert) und die Burg Spesbourg. Tatsächlich ist dies eine der schönsten Wanderungen durch die elsässischen Weinberge mit Panoramablicken auf die elsässische Ebene und den Schwarzwald. Markierung: rotes Rechteck, dann gelbes Kreuz. Rechnen Sie mit 4 Stunden.
Das Schloss von Guirbaden, gesehen von Mollkirch
Die Burg von Guirbaden ist flächenmäßig eine der größten Burgen im Elsass. Rundwanderung von 9 km / 3 Std. / 280 m Höhenunterschied ab Mollkirch. Der Weg führt durch einen herrlichen Buchenwald, bevor er die beeindruckenden Ruinen aus dem 11. Jahrhundert erreicht. Vom Bergfried aus hat man einen außergewöhnlichen Ausblick auf das Bruche-Tal. Markierung: rotes Rechteck.
Der Weinwanderweg Mittelbergheim – Zotzenberg
Kurzer Rundweg (3,5 km, 1,5 Stunden) durch die Weinberge des Zotzenbergs, einem elsässischen Grand Cru der Rebsorte Sylvaner. Zudem führt der Weg durch einen klassifizierten Weinberg mit Orientierungstafel und Informationstafeln, die die Arbeit des Winzers erläutern. Ideal für einen späten Nachmittag mit Weinverkostung bei einem Winzer am Ziel. Markierung: gelbes Rechteck.
Die Burg Fleckenstein (Nordvogesen)
Im Norden des Departements erhebt sich auf 370 m Höhe die Burg Fleckenstein, die auch als „Burg der Herausforderungen“ bekannt ist. Rundwanderung von 6 km / 2:30 Std. / 230 m Höhenunterschied ab Lembach. Die aus rosa Sandstein gehauene Höhlenburg aus dem 12. Jahrhundert beherbergt heute einen spielerischen Parcours für Familien. So verbinden Sie Wandern mit ungewöhnlichem mittelalterlichem Kulturerbe. Markierung: rotes Rechteck.
Wo kann man übernachten, um die Wanderwege zu erkunden?
Die Wahl der Unterkunft entscheidet über den Erfolg eines Wanderwochenendes. Schließlich ist es besser, nur 20 Minuten von den Wanderwegen entfernt zu sein, als auf dem Rückweg 1,5 Stunden im Stau zu stehen. Außerdem verfügen alle Unterkünfte bei Nexvisit über eine voll ausgestattete Küche, Hotelbettwäsche und eine kostenlose Kurtaxe. Hier sind drei gut gelegene Ausgangspunkte, je nachdem, welche Wanderungen Sie planen.

Gemütliches Studio für 2 Personen in Phalsbourg, dem Tor zu den Nordvogesen. Ideal als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Dabo (20 Min.), Donon (30 Min.) und Saverne (25 Min., Haut-Barr und Greifenstein). So sind Sie zentral gelegen für Wanderungen im Norden des Departements.

Charmante Ferienwohnung für 4 Personen in Barr, mitten in den elsässischen Weinbergen. 15 Minuten vom Mont Sainte-Odile, 30 Minuten vom Champ du Feu und 20 Minuten vom Weinwanderweg Andlau-Mittelbergheim entfernt. Außerdem eignet sich die Terrasse perfekt, um sich nach der Wanderung zu erholen.

Bohemian-Studio für 2 Personen in Sélestat, mit einem recht ungewöhnlichen runden Bett (220 cm). 15 Minuten vom Schloss Haut-Koenigsbourg und 25 Minuten vom Mont Sainte-Odile entfernt, mit direktem Zugang zum GR®5. Damit ist es ideal für ein Wochenende, das Wandern und Kulturerbe verbindet.
Kostenvoranschlag für ein Wanderwochenende im Bas-Rhin
Wandern ist nach wie vor eine der günstigsten Möglichkeiten, das Elsass zu entdecken. Abgesehen von der Unterkunft ist fast alles kostenlos: frei zugängliche Wanderwege des Club Vosgien, oft kostenlose Parkplätze an den Ausgangspunkten und die Möglichkeit, unterwegs zu picknicken. Hier ist unsere Kostenschätzung pro Person (bei zwei Personen) für ein Wochenende mit zwei Übernachtungen und drei Tagen.
| Ausgabenposten | Preiswert | Komfort |
|---|---|---|
| Unterkunft bei Nexvisit (2 Nächte) | 70 € | 140 € |
| Mahlzeiten und Picknicks | 40 € | 90 € |
| Elsässisches Restaurant (1 Abendessen) | 25 € | 50 € |
| Benzin / Transport | 25 € | 40 € |
| Club Vosgien-Karte | 10 € | 15 € |
| Souvenirs (Wein, Honig aus der Region) | 15 € | 40 € |
| Gesamtbetrag pro Person | 185 € | 375 € |
8 praktische Tipps von einheimischen Wanderern
Ein paar in der Praxis bewährte Tipps, damit Sie Ihre Wanderungen im Bas-Rhin in vollen Zügen genießen können. Denn diese kleinen Details machen den Unterschied zwischen einem angenehmen Ausflug und einem anstrengenden Tag aus.
- Lernen Sie die 3 Symbole des Club Vosgien kennen. Rechteck = Hauptweg, Kreuz = lokale Variante, Raute = Verbindungsweg. Damit können Sie 80 % der Wegmarkierungen im Departement ohne zu zögern entschlüsseln.
- Fahren Sie in der Hochsaison früh los. Am Mont Sainte-Odile und am Wasserfall Cascade du Nideck sind die Parkplätze im Juli und August bereits ab 10:30 Uhr voll. Vor 9 Uhr hingegen haben Sie die Wanderwege ganz für sich allein.
- Laden Sie Ihre Karten offline herunter. In einigen Waldgebieten (Donon, Schneeberg, Champ du Feu) ist die Netzabdeckung eingeschränkt. Laden Sie daher Visorando oder Komoot vor Ihrer Abreise offline herunter.
- Verzichten Sie auf normale Turnschuhe. Die Sandsteinwege werden nach Regenfällen sehr rutschig. Daher sind hohe Schuhe mit Vibram-Sohle ab einer Höhe von 800 m fast unverzichtbar.
- Besorgen Sie sich die Zutaten für Ihr Picknick auf dem lokalen Markt. Die Märkte in Obernai, Barr und Sélestat bieten eine große Auswahl an regionalen Produkten. Außerdem bleibt ein Picknick auf dem Gipfel des Champ du Feu mit einem Bauern-Munster-Käse ein unvergessliches Erlebnis.
- Entdecken Sie die Kombination aus Zugfahrt und Wandern. Von Straßburg aus sind mehrere Wanderungen mit dem Zug erreichbar: der Mont Saint-Michel d’Alsace (Saint-Jean-Saverne), Haut-Koenigsbourg (Châtenois) und Haut-Barr (Saverne). So ersparen Sie sich den Stress mit der Parkplatzsuche.
- Passen Sie das Tempo an die Kinder an. Bei Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren sollten Sie doppelt so viel Zeit einplanen wie angegeben. Planen Sie außerdem regelmäßige Pausen für einen Snack und ein klares Ziel (Wasserfall, Ruinen, Gipfel) ein, um sie zu motivieren.
- Informieren Sie sich über das Bergwetter. Oberhalb von 800 m ändern sich die Bedingungen schnell. Schauen Sie daher bei anspruchsvollen Wanderungen (Donon, Mutzig, Champ du Feu) am Vortag bei Météo France oder Mountain-Forecast nach.
Häufig gestellte Fragen zum Wandern im Departement Bas-Rhin
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu den Wanderwegen im Departement.
Der „Sentier des Merveilles“ am Mont Sainte-Odile (6 km, 2 Std.) ist nach wie vor die beste Wahl: geringer Höhenunterschied, breiter Weg, Möglichkeit, die Abtei auf dem Gipfel zu besichtigen und vor Ort zu essen. Außerdem eignet sich die Rundwanderung zum Rocher de Dabo (5,5 km, 2 Std.) sehr gut für Kinder ab 6 Jahren.
Der Champ du Feu auf 1.099 m. Der Donon und der Rocher de Mutzig folgen mit 1.009 bzw. 1.008 m. Tatsächlich sind diese drei Gipfel alle zu Fuß über die Markierungen des Club Vosgien erreichbar, was in Frankreich in dieser Höhe selten ist.
Ja, mit einigen Vorsichtsmaßnahmen. Wanderungen in tieferen Lagen (Haut-Barr, Greifenstein, Mont Saint-Michel d’Alsace) sind das ganze Jahr über möglich. Am Champ du Feu und am Donon hingegen können die Wege von Dezember bis März durch Schnee blockiert sein: Schneeschuhe oder Steigeisen sind daher empfehlenswert. Außerdem verfügt der Champ du Feu über ein markiertes Langlaufgebiet.
Der Club Vosgien verwendet 11 geometrische Symbole, die auf Bäume gemalt sind: Rechteck (Hauptwege), Kreuz, Dreieck, Kreis, Scheibe, Raute, Ring, Chevron. Jedes Symbol kann eine andere Farbe haben (rot, blau, gelb, grün). Die Farbe gibt die allgemeine Richtung an, das Symbol die Art des Weges. Die roten Rechtecke stehen für die GR®-Wege.
Ja. Die Rundwege um Barr, Andlau, Mittelbergheim und Heiligenstein (7 bis 15 km) führen durch Grand-Cru-Lagen wie den Kastelberg und den Zotzenberg. Außerdem empfangen viele Winzer die Besucher direkt an den Wanderwegen in ihren Weinkellern. Die beste Reisezeit ist nach wie vor September bis Oktober, wenn die Weinlese stattfindet und die Herbstfarben ihre volle Pracht entfalten.
Das hängt vom Programm ab. Für die Nordvogesen (Dabo, Donon, Saverne): Phalsbourg oder Saverne, also „Le Florescence“. Für das Zentrum des Elsass (Mont Sainte-Odile, Champ du Feu, Weinberge): Barr, also „L’Escapade Alsacienne“. Für den Süden (Haut-Koenigsbourg, Ribeauvillé): Sélestat, also „Le Céleste“.
Ja, mehrere Wandergebiete sind von Straßburg aus mit dem Zug erreichbar. Dazu gehören insbesondere der Mont Saint-Michel d’Alsace (Bahnhof Saint-Jean-Saverne), der Haut-Barr (Bahnhof Saverne), der Haut-Koenigsbourg (Bahnhof Châtenois) und der Donon (Bahnhof Schirmeck + Bus). So vermeiden Sie Parkplatzprobleme und fördern die sanfte Mobilität.
Hohe Wanderschuhe, 20-Liter-Rucksack, 1,5 Liter Wasser pro Person, energiereiche Snacks, atmungsaktive Kleidung im Zwiebel-Look, Sonnencreme und eine Mütze im Sommer. Für anspruchsvolle Wanderungen (Donon, Mutzig) sollten Sie zusätzlich Teleskopstöcke, ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe und eine wasserdichte Windjacke mitnehmen.
Der Frühling (April–Juni) und der Herbst (September–Oktober) bieten die beste Balance zwischen Wetter und Besucherandrang. Im Sommer ist eine Wanderung zwar möglich, erfordert aber einen sehr frühen Aufbruch. Im Winter ist das Wandern in tieferen Lagen gut möglich, oberhalb von 800 m wird es jedoch schwieriger.
Im Departement gibt es über 40 Burgruinen. Die am besten zu Fuß erreichbaren sind: die Haut-Koenigsbourg (die meistbesuchte), die Haut-Barr, die Burg Nideck, die Burgen von Andlau und Spesbourg, die Burg Guirbaden, die Burg Greifenstein und die Burg Fleckenstein in den Nordvogesen. So können Sie bei fast jedem Ausflug Wandern und mittelalterliches Kulturerbe miteinander verbinden.
Der Champ du Feu (1.099 m) bietet die weiteste Aussicht, mit einer Orientierungstafel und bei klarem Wetter einem Panoramablick bis in die Alpen. Der Donon, der Rocher de Mutzig und der Rocher du Brotsch (Wanderweg Haut-Barr) sind ebenfalls sehenswert. Für die elsässischen Weinberge empfehlen sich die Aussichtspunkte in Spesbourg, Westhoffen und auf dem Gipfel des Mont Sainte-Odile.
Das Departement Bas-Rhin ist nach wie vor eine der schönsten Wanderregionen Frankreichs. Die Vielfalt der Landschaften (Vogesen, elsässische Weinberge, Nordvogesen), die zuverlässige Beschilderung des Club Vosgien und das reiche Kulturerbe (Burgen, Abteien, archäologische Stätten, Wasserfälle) machen die Region zu einem einzigartigen Wanderparadies. Zudem sind die Wanderwege im Gegensatz zu anderen französischen Gebirgsmassiven für alle Niveaus geeignet, vom Anfänger mit Familie bis zum erfahrenen Wanderer.
Um Ihre Wanderungen im Bas-Rhin in vollen Zügen genießen zu können, übernachten Sie in einer unserer Unterkünfte, die günstig in der Nähe der Wanderwege liegen. So verlängern Sie den Zauber des Wochenendes, ohne am Ende des Tages noch lange Anfahrtswege in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem bietet die direkte Buchung über Nexvisit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: provisionsfrei, inklusive Bettwäsche und ohne Kurtaxe.
