Das Elsass in 3 Tagen erkunden: die ideale Reiseroute Tag für Tag
Von Straßburg über die Weinstraße und Haut-Koenigsbourg nach Colmar: ein bewährtes Tagesprogramm mit Übernachtungsmöglichkeiten und detaillierten Kostenangaben.
Träumen Sie von einem verlängerten Wochenende zwischen goldenen Weinbergen, Fachwerkdörfern und einer europäischen Hauptstadt? Gute Nachrichten: Das Elsass eignet sich hervorragend für einen dreitägigen Aufenthalt. Dank seiner überschaubaren Größe und der hohen Dichte an Sehenswürdigkeiten lässt sich das Wesentliche bequem erkunden, ohne dabei in Eile zu sein. Die Entfernungen zwischen Straßburg, der Weinstraße und Colmar sind sehr überschaubar und betragen oft weniger als 30 Minuten.
In diesem Reiseführer stellen wir Ihnen die Reiseroute vor, die wir unseren Reisenden regelmäßig empfehlen: Straßburg am ersten Tag, die schönsten Weindörfer am zweiten Tag und anschließend die Haut-Koenigsbourg und Colmar am dritten Tag. Außerdem finden Sie hier unsere besten Nexvisit-Unterkünfte, einen detaillierten Kostenplan und acht Tipps, die den Unterschied ausmachen. So können Sie ganz entspannt losfahren.
Warum sollte man das Elsass in drei Tagen besuchen?
Fachwerkdörfer, hügelige Weinberge, herzhafte Küche: Das Elsass vereint all das auf kleinstem Raum. Wie viel Zeit sollte man einplanen? Ganz klar: drei Tage. Das ist der beste Kompromiss zwischen einer gründlichen Erkundung und einem angenehmen Tempo.
Drei Tage für die drei Gesichter des Elsass
In drei Tagen erleben Sie die drei wichtigsten Stimmungen der Region. Straßburg mit seinem Münster und dem Viertel „Petite France“ steht für den urbanen und europäischen Charakter. Die Weinstraße bietet Weindörfer und Verkostungen in den Weinkellern. Am letzten Tag stehen die Burg Haut-Koenigsbourg und Colmar auf dem Programm. Nichts Wesentliches wird dabei ausgelassen.
Kurze und bequeme Wege
Das Elsass eignet sich dank seiner überschaubaren Größe perfekt für diese Art von Reise. Rechnen Sie beispielsweise mit 30 Minuten zwischen Straßburg und Obernai sowie 25 Minuten zwischen Sélestat und Colmar. Das heißt, Sie verbringen mehr Zeit mit dem Erkunden als mit dem Fahren: Jeder Kilometer wird optimal genutzt.
Die richtige Balance zwischen Kultur, Natur und Gastronomie
Drei Tage bieten vor allem die Möglichkeit, Abwechslung zu genießen, ohne sich zu überfordern. Vormittags ein Museum, nachmittags die Weinberge, abends ein Abendessen in einem Bauernhofgasthof. Es bleibt sogar noch Zeit für Verkostungspausen und Terrassen in der Sonne. Kurz gesagt: Man kehrt eher erholt als erschöpft nach Hause zurück.
Wusstest du das? 7 Anekdoten, mit denen du auf Reisen glänzen kannst
Bevor wir uns das Tagesprogramm im Einzelnen ansehen, hier ein paar kleine Perlen, die Ihren Besichtigungen das gewisse Etwas verleihen. Diese kleinen Geschichten lassen jeden Ort nämlich lebendiger wirken und sorgen beim Abendessen nach der Rückkehr immer für Begeisterung.
🎭 Sieben wahre und erstaunliche Geschichten über das Elsass
1647 hatte Straßburg lange Zeit das höchste Gebäude der Welt. Der Turm der Kathedrale erreicht eine Höhe von 142 Metern. Sie hielt diesen Rekord 227 Jahre lang, von 1647 bis 1874, bis sie schließlich vom Kölner Dom übertroffen wurde.
1570 Der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs. Der Straßburger Christkindelsmarkt besteht seit 1570, das heißt, im Jahr 2026 wird er 456 Jahre alt. Der Stadt wird daher der Titel „Weihnachtshauptstadt“ verliehen, und der große Weihnachtsbaum auf dem Kléber-Platz ist regelmäßig 30 Meter hoch.
1521 Der weltweit erste urkundlich belegte Weihnachtsbaum. In Sélestat befindet sich die älteste bekannte schriftliche Erwähnung: Im Register der Pfarrei Saint-Georges aus dem Jahr 1521 wird das Fällen einer Tanne für die Feiertage vermerkt. Die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaums hat hier ihren Ursprung.
1002 Eguisheim, Geburtsort eines Papstes. In diesem Dorf kam im Jahr 1002 der spätere Papst Leo IX. zur Welt, der später heiliggesprochen wurde. Eguisheim, das 2013 zum „Lieblingsdorf der Franzosen“ gewählt wurde, zeichnet sich durch einen einzigartigen kreisförmigen Grundriss rund um sein Schloss aus, der aus der Vogelperspektive faszinierend anzusehen ist.
🎬 Und noch drei weitere zum Abschluss
1875 Ein in Kaysersberg geborener Friedensnobelpreisträger. Albert Schweitzer kam 1875 in diesem Weindorf zur Welt. Der Arzt, Theologe, Organist und Philosoph erhielt 1952 für sein humanitäres Wirken in Gabun den Friedensnobelpreis. Sein Geburtshaus kann noch heute besichtigt werden.
1937 drehte Jean Renoir „La Grande Illusion“ in Haut-Koenigsbourg. Die Burg diente in diesem Meisterwerk als Kulisse für die fiktive Festung „Wintersborn“, in der Jean Gabin und Pierre Fresnay auf den Festungsmauern umhergehen. Der Film zählt nach wie vor zu den größten Werken der Weltkinogeschichte.
11 km Die geheimnisvolle „Mur païen“. Diese Megalithbefestigung umgibt den Mont Sainte-Odile auf einer Länge von 11 Kilometern und besteht aus etwa 300.000 zyklopischen Blöcken, von denen einige mehrere Tonnen wiegen. Über ihren Ursprung und ihre Datierung (zwischen Kelten und Römern) sind sich die Archäologen nach wie vor uneinig.
Vor der Abreise: Vorbereitung und Logistik
Ein bisschen Vorausplanung macht den Unterschied. Das Elsass ist nämlich eine beliebte Reisezielregion, und manche Termine sind schnell ausgebucht. Hier sind also die Punkte, die Sie vor der Abreise abhaken sollten, um unbeschwert zu reisen.
Wie kommt man ins Elsass?
Die Region ist sehr gut angebunden. So ist Straßburg mit dem TGV nur 1 Stunde und 46 Minuten von Paris entfernt, und Colmar ist mit dem Zug an mehrere große französische Städte angebunden. Mit dem Auto durchquert zudem die Autobahn A35 das Elsass von Norden nach Süden und erleichtert alle Etappen der Reiseroute.
Empfohlenes Fahrzeug für Tag 2 und 3
Für den zweiten und dritten Tag ist ein Auto jedoch fast unverzichtbar: Die Weinstraße und die Weindörfer sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht zu erreichen. Wenn Sie mit dem Zug anreisen, ist es am einfachsten, am Bahnhof Straßburg ein Auto für den nächsten Tag zu mieten.
Die schönste Zeit des Jahres
Das Elsass lässt sich das ganze Jahr über besuchen, doch bestimmte Jahreszeiten stechen besonders hervor. Der Frühling (April–Juni) und der Herbst (September–Oktober) verbinden angenehmes Wetter mit mäßigen Besucherzahlen. Der Sommer ist zwar wunderschön, aber heiß und an den beliebtesten Sehenswürdigkeiten manchmal überfüllt.
Der Herbst und die Weinlese
Die Weinlese (Ende September bis Mitte Oktober) verleiht der Weinstraße eine festliche Note. Die Weinberge zeigen sich dann in warmen Farben, und die Fotos gelingen einfach großartig. Das ist ohne Zweifel unsere Lieblingsjahreszeit.
Die Weihnachtszeit
Von Ende November bis Dezember stehen die Weihnachtsmärkte im Mittelpunkt. Rechnen Sie mit großem Andrang, vor allem in Straßburg und Colmar. Als gute Grundlage für Ihre Planung dient der offizielle Kalender der elsässischen Weihnachtsmärkte.
Was man in den Koffer packen sollte
Unabhängig von der Jahreszeit sollten Sie vor allem bequeme Schuhe für das Kopfsteinpflaster einpacken. Eine wasserdichte Jacke ist auch im Sommer nützlich, da Gewitter in den Bergen schnell über einen hereinbrechen können. Und packen Sie einen leichten Rucksack ein, um Flaschen und Spezialitäten mühelos mitnehmen zu können.
Tag 1: Straßburg, Ausgangspunkt der Route
Vormittags: die Kathedrale und ihre Umgebung
Beginnen Sie mit dem Straßburger Münster „Notre-Dame“, einem Meisterwerk der Gotik. Dieses Wunderwerk ausdem 13. Jahrhundert erreicht eine Höhe von 142 Metern: Von 1647 bis 1874, also 227 Jahre lang, war es das höchste Gebäude der Welt. Bei Sonnenaufgang schimmert seine Fassade aus rosa Sandstein zudem in einem blendenden Goldton.
Auf die Plattform klettern
Steigen Sie anschließend die 332 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform in 66 Metern Höhe. Der Blick reicht über die Dächer von Straßburg, die Vogesen und bei klarem Wetter bis in den deutschen Schwarzwald. Steigen Sie wieder hinab, um die astronomische Uhr zu bewundern: Ihr Ballett der Automaten beginnt jeden Tag um 12:30 Uhr, und dieser Mechanismus ausdem 16. Jahrhundert ist nach wie vor von erstaunlicher Präzision.
Die bekanntesten Orte
Nach dem Besuch der Kathedrale schlendern Sie anschließend vom Place Kléber zum Place Gutenberg. Insbesondere die Rue des Hallebardes und die Rue des Orfèvres sind wegen ihrer Fassaden einen Abstecher wert. Lassen Sie sich von der Atmosphäre der Altstadt verzaubern, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Mittag: Petite France und Mittagessen in einer Winstub
Gehen Sie weiter in Richtung Petite France, dem wohl meistfotografierten Viertel Straßburgs. Dieses mittelalterliche Juwel, durch das die Kanäle der Ill fließen, besticht durch seine Fachwerkhäuser aus dem16. und17. Jahrhundert. Die überdachten Brücken und der Vauban-Damm bieten zudem atemberaubende Ausblicke.
Das ist auch der richtige Zeitpunkt für ein Mittagessen in einer „Winstub“, einer elsässischen Taverne. Sauerkraut mit Beilagen, Baeckeoffe oder Flammekueche lassen sich dort in gemütlicher Atmosphäre genießen – am besten mit einem Pint lokalem Bier oder einem Glas Riesling. In unserem Leitfaden zur elsässischen Gastronomie werden all diese Gerichte ausführlich beschrieben.
Nachmittag: Museen, Europa oder eine Flussfahrt
Je nach Ihren Vorlieben stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Das Musée Alsacien beispielsweise bietet durch seine lebendige Ausstellungsgestaltung einen Einblick in die regionalen Traditionen. Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst wiederum wird Kunstliebhaber mit seinen wunderschönen Sammlungen begeistern.
Das Europaviertel
Lust, noch draußen zu bleiben? Dann auf ins Europaviertel. Das Europäische Parlament, der Europarat und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte prägen dort eine ausgesprochen moderne Skyline. Der benachbarte Orangerie-Park mit seinen Störchen bietet zudem eine ideale Auszeit im Grünen.
Rundfahrt mit dem Ausflugsboot
Eine weitere Möglichkeit: eine 70-minütige Bootsfahrt auf der Ill. So genießen Sie einen umfassenden Rundumblick auf die Stadt, von der Petite France bis zum Europaviertel. Außerdem ist dies eine hervorragende Gelegenheit, nach dem Vormittag die Füße auszuruhen.
Abends: Abendessen und Lichtshow
Am Ende des Tages wird die Kathedrale beleuchtet und gewinnt bei Einbruch der Dunkelheit noch mehr an Charme. Speisen Sie anschließend in einer Brasserie zu Abend, um weitere Spezialitäten wie „Coq au Riesling“ oder „Tourte“ zu probieren. Weitere Informationen finden Sie in unserem umfassenden Reiseführer für ein Wochenende in Straßburg.
Tag 2: Die Elsässer Weinstraße
Vormittag: Obernai und der Mont Sainte-Odile
Der zweite Tag beginnt in Obernai, 30 Minuten südlich von Straßburg. Dieses mittelalterliche Städtchen erstreckt sich rund um den Marktplatz, der von bunten Fachwerkhäusern gesäumt ist. Der Glockenturm ausdem 13. Jahrhundert, der „Sechs-Eimer-Brunnen“ und die Getreidehalle sind einen Abstecher wert; planen Sie eine Stunde ein, um alles zu besichtigen. Unser umfassender Reiseführer zu Obernai liefert Ihnen alle Details.
Aufstieg zum Kloster
Nehmen Sie anschließend die kurvenreiche Straße, die zum Mont Sainte-Odile hinaufführt, einer wichtigen spirituellen Stätte des Elsass. Das auf 764 Metern Höhe gelegene Kloster thront über der Ebene, und dort kann man einen Abschnitt der geheimnisvollen „Mur païen“ (Heidenmauer) erkunden, dieser 11 Kilometer langen Megalithanlage, über deren Ursprung sich die Archäologen noch immer uneinig sind. Ein etwa 45-minütiger Spaziergang durch den Wald, der Abwechslung bietet und neue Energie schenkt.
Nachmittag: Kaysersberg, Riquewihr und Eguisheim
Nach dem Mittagessen fahren Sie weiter auf der Weinstraße in Richtung Süden, um drei der schönsten Dörfer des Elsass zu besuchen. Zunächst Kaysersberg mit seiner befestigten Brücke ausdem 15. Jahrhundert, seinen Burgruinen und seinem perfekt erhaltenen Ortskern. Es ist der Geburtsort von Albert Schweitzer, Friedensnobelpreisträger von 1952; sein Geburtshaus beherbergt ein Zentrum, das seinem Werk gewidmet ist.
Riquewihr, zwischen Stadtmauern und Grand-Cru-Weinen
Fahren Sie weiter nach Riquewihr, das oft als „Perle der elsässischen Weinberge“ bezeichnet wird. Dieses befestigte Dorf mit Häusern ausdem 16. Jahrhundert und einer Fußgängerzone im Zentrum scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein: schmiedeeiserne Schilder, blumengeschmückte Innenhöfe, intakte Stadtmauern. Der ideale Ort, um beispielsweise einen Riesling Grand Cru direkt beim Winzer zu verkosten.
Eguisheim, das Lieblingsdorf der Franzosen
Beenden Sie den Tag in Eguisheim, das 2013 zum „Lieblingsdorf der Franzosen“ gewählt wurde. Sein kreisförmiger Grundriss mit den konzentrischen Straßen rund um das Schloss überrascht schon auf den ersten Blicken. Bunt gestrichene Fachwerkhäuser, üppig blühende Geranien: Hier verweilen die Fotografen gerne. Und hier wurde im Jahr 1002 der spätere Papst Leo IX. geboren. Planen Sie mindestens eine Stunde ein, um den Ort zu erkunden.
Abends: Abendessen in einem Bauernhofgasthof
Zum Abendessen servieren die Bauernhöfe mit Gasthaus und die Dorfrestaurants authentische elsässische Küche zu angemessenen Preisen: Hähnchen in Riesling, elsässische Pastete, hausgemachte Spätzle. Eine gute Gelegenheit, eine Flasche Crémant d’Alsace zu öffnen, um den Tag ausklingen zu lassen. Weitere Ideen finden Sie in unserem Reiseführer für ein romantisches Wochenende im Elsass.
Tag 3: Haut-Koenigsbourg und Colmar
Vormittag: die Burg Haut-Koenigsbourg
Beginnen Sie diesen letzten Tag früh mit einem Besuch der Burg Haut-Koenigsbourg. Diese auf 757 Metern Höhe gelegene Festung ausdem 12. Jahrhundert ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Elsass. Wenn Sie gleich zur Öffnungszeit (im Juli und August gegen 9:15 Uhr) dort sind, vermeiden Sie die sommerlichen Menschenmassen und können den Ort in vollen Zügen genießen.
Eine Führung von etwa 1,5 Stunden
Rechnen Sie mit einer Besichtigungsdauer von 1,5 bis 2 Stunden. Mit historischen Möbeln ausgestattete Säle, ein imposanter Bergfried, wunderschöne Waffen- und Rüstungssammlungen: Es gibt viel zu entdecken. Der Blick reicht über die Vogesen, die Ebene und manchmal sogar bis zu den Alpen. Sowohl Geschichtsinteressierte als auch Familien kommen hier voll auf ihre Kosten. Alle Informationen finden Sie in unserem umfassenden Reiseführer zur Haut-Koenigsbourg.
Häkeln in Sélestat
Machen Sie auf dem Rückweg einen Abstecher nach Sélestat, einer oft unterschätzten Stadt, die jedoch voller Überraschungen steckt. Ihre humanistische Bibliothek, die in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen wurde, beherbergt außergewöhnliche mittelalterliche Handschriften. Ihre beiden Kirchen – eine im romanischen und eine im gotischen Stil – erinnern zudem an den früheren Reichtum der Stadt. Und genau hier wurde bereits 1521 der erste Weihnachtsbaum urkundlich erwähnt.
Nachmittag: Colmar, letzte Etappe
Nach dem Besuch des Schlosses erreichen Sie Colmar in nur 25 Minuten. Diese drittgrößte Stadt des Elsass vereint alles, was den Charme der Region ausmacht.
Klein-Venedig
Beginnen Sie mit „Petite Venise“, dem charakteristischsten Viertel. Durchzogen vom Fluss Lauch erinnert es mit seinen bunten Häusern, die sich im Wasser spiegeln, an Venedig. Begeben Sie sich doch auf eine Fahrt mit einem traditionellen Ruderboot, um die Fassaden vom Kanal aus zu bewundern: ein beschauliches Erlebnis, das wir wärmstens empfehlen.
Bemerkenswerte Häuser
Erkunden Sie anschließend das Gerberviertel mit seinen hohen Fachwerkhäusern, in denen früher die Häute getrocknet wurden. Besuchen Sie anschließend das „Maison des Têtes“, ein Renaissance-Gebäude aus dem Jahr 1609, das mit 106 geschnitzten Köpfen verziert ist und heute als Luxushotel dient. Das „Maison Pfister“ mit seiner Holzgalerie und seinen Wandmalereien stammt ausdem 16. Jahrhundert.
Das Unterlinden-Museum
Kunstliebhaber sollten sich das Musée Unterlinden nicht entgehen lassen. Dort ist unter anderem der berühmte Issenheimer Altar von Matthias Grünewald zu sehen, eines der absoluten Meisterwerke der westlichen Malerei. Das Museum wurde zudem von den Architekten Herzog & de Meuron renoviert, und sein zeitgenössischer Anbau ist Teil des Besuchererlebnisses. Weitere Informationen finden Sie in unserem umfassenden Reiseführer für ein Wochenende in Colmar.
Später Nachmittag: Einkaufen und Souvenirs
Beenden Sie Ihren Rundgang mit einem Bummel durch die Einkaufsstraßen. Insbesondere die Grand’Rue und die Rue des Marchands bieten eine Fülle an Kunsthandwerk, Chocolatiers und Souvenirläden. Endlich die Gelegenheit, Töpferwaren aus Soufflenheim, elsässische Tischdecken, Lebkuchen oder Gewürztraminer-Trester mit nach Hause zu nehmen. Gönnen Sie sich einen letzten Kougelhopf mit einem Kaffee, bevor Sie sich mit vielen Eindrücken im Gepäck wieder auf den Weg machen.
Wo kann man während dieser drei Tage übernachten?
Die Wahl der Unterkunft entscheidet über den gesamten Reiseverlauf: Ein zentraler Ausgangspunkt ist besser als jeden Abend den Ort zu wechseln. Bei Nexvisit verfügen alle unsere Unterkünfte über eine voll ausgestattete Küche, Bettwäsche wird gestellt und die Anreise erfolgt selbstständig. Hier sind also drei Adressen, die zu Ihrem Programm passen, in der Reihenfolge der drei Tage.
Zwei weitere Adressen für die Stadt oder das Duo
Möchtet ihr lieber am ersten Abend in der Stadt übernachten oder zu zweit reisen? Hier sind also zwei weitere Unterkünfte, die günstig auf der Reiseroute liegen.
* Pauschalpreis für 1 Nacht: professionelle Reinigung, Bettwäsche und WLAN inklusive. Bei längeren Aufenthalten gilt ein gestaffelter Preis pro Nacht.
Geschätzte Kosten für 3 Tage im Elsass
Das Elsass ist nach wie vor ein erschwingliches Reiseziel, vor allem wenn man eine Ferienwohnung mietet: Eine Unterkunft mit voll ausgestatteter Küche senkt nämlich die Ausgaben für Verpflegung erheblich. Hier ist unsere Schätzung pro Person (basierend auf 2 Personen), um Ihnen bei der Planung zu helfen.
| Ausgabenposten | Preiswert | Komfort |
|---|---|---|
| Unterkunft (3 Nächte) | 105 € | 210 € |
| Essen und Getränke | 90 € | 165 € |
| Besichtigungen und Aktivitäten | 30 € | 55 € |
| Transport / Benzin | 40 € | 60 € |
| Weinverkostungen | 15 € | 40 € |
| Souvenirs und Extras | 20 € | 50 € |
| Gesamtbetrag pro Person | 300 € | 580 € |
8 praktische Tipps, die den Unterschied machen
Ein paar in der Praxis bewährte Tipps, um Ihren Aufenthalt noch schöner zu gestalten. Denn oft sind es gerade diese kleinen Details, die den Unterschied zwischen einem schönen Wochenende und einem unvergesslichen Aufenthalt ausmachen.
- Buchen Sie Ihre Unterkunft frühzeitig. Das Elsass ist von Mai bis Dezember sehr beliebt. Reservieren Sie Ihre Unterkunft 4 bis 6 Wochen im Voraus, um die beste Auswahl und die günstigsten Preise zu erhalten.
- Stehen Sie früh auf, um den Menschenmassen auszuweichen. In Riquewihr und Eguisheim wird es schon ab 11 Uhr voll. Vor 10 Uhr haben Sie die Orte daher fast ganz für sich allein, und die Fotos gelingen viel besser.
- Probieren Sie die lokalen Spezialitäten. Fahren Sie nicht ab, ohne Flammkuchen, Sauerkraut, Baeckeoffe, Gugelhupf und elsässische Weine probiert zu haben. Das ist das Herzstück Ihres Aufenthalts.
- Nehmen Sie lieber die kleinen Straßen. Anstelle der A35 sollten Sie die D62 oder die D35 durch die Weinberge nehmen. Diese alternativen Routen bieten vor allem herrliche Ausblicke und führen durch charmante Dörfer.
- Laden Sie Ihre Karten offline herunter. In manchen Waldgebieten ist der Empfang schlecht. Laden Sie Google Maps oder Maps.me vor der Abfahrt im Offline-Modus herunter.
- Halten Sie etwas Bargeld bereit. Mit der Karte kann man fast überall bezahlen, aber einige kleine Winzer und Märkte akzeptieren ausschließlich Bargeld. Heben Sie daher vor Ihrer Ankunft in den Dörfern Bargeld ab.
- Entdecken Sie die Weinwanderwege. Die meisten Dörfer bieten markierte Wanderwege durch die Weinberge an, deren Dauer zwischen 30 Minuten und 2 Stunden liegt. Diese kostenlosen Wanderungen bieten zudem die schönsten Ausblicke auf die Ortschaften.
- Werfen Sie einen Blick auf den Veranstaltungskalender. Weinfeste, Kunsthandwerksmärkte, Festivals: Schauen Sie vor Ihrem Aufenthalt in den lokalen Veranstaltungskalender, um Ihr Programm abzurunden.
Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu einem dreitägigen Aufenthalt im Elsass.
Drei Tage sind die empfohlene Mindestdauer, um das Wesentliche zu sehen (Straßburg, Weinstraße, Colmar). Mit mehr Zeit – etwa 5 bis 7 Tagen – lässt sich die Region dann ausführlich erkunden: den Norden des Elsass (Wissembourg, Niederbronn), den Süden (Mulhouse, Ökomuseum) und die Vogesen.
Das ist möglich, aber etwas umständlich. Straßburg und Colmar lassen sich sehr gut zu Fuß erkunden und sind mit dem Zug miteinander verbunden. Die Weinstraße und die Weindörfer sind hingegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Für die Tage 2 und 3 empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten.
Der Frühling (April–Juni) und der Herbst (September–Oktober) bieten die beste Mischung aus angenehmem Wetter und mäßigen Besucherzahlen. Der Sommer ist jedoch heiß und sehr touristisch. Die Weihnachtszeit (Ende November bis Dezember) ist dank der Weihnachtsmärkte zauberhaft, aber sehr überlaufen.
Rechnen Sie mit 300 bis 580 Euro pro Person für drei Tage, inklusive Unterkunft, Verpflegung, Besichtigungen und Transport. Wenn Sie sich für eine Unterkunft mit Küche entscheiden (wie die von Nexvisit) und einige Mahlzeiten selbst zubereiten, können Sie die Kosten deutlich senken.
Unterkunft, Weinberg und Familien
Zwei Strategien haben sich bewährt: Entweder eine zentrale Unterkunft (zwischen Obernai und Sélestat), von der aus Sie täglich Ihre Ausflüge unternehmen, oder jeden Abend einen Unterkunftswechsel, um möglichst nah an Ihren Ausflugszielen zu sein. Nexvisit bietet übrigens mehrere Unterkünfte an, die günstig an der Route gelegen sind.
Die Weinstraße erstreckt sich über 170 km von Marlenheim bis Thann. Es ist unmöglich, die gesamte Strecke an einem Tag zurückzulegen, wenn man sie in vollen Zügen genießen möchte. Unsere Route konzentriert sich jedoch auf die schönsten Abschnitte von Obernai bis Eguisheim, wo sich die bemerkenswertesten Dörfer befinden.
Ganz genau. Die Burg Haut-Koenigsbourg fasziniert Kinder, die Fachwerkdörfer regen ihre Fantasie an, und die Freizeitparks (Orangerie in Straßburg, NaturOparC, Cigoland, Montagne des Singes) gefallen ihnen sehr gut. Die elsässische Küche hingegen ist bei allen beliebt. Schauen Sie sich unseren Reiseführer „Das Elsass mit der Familie“ an.
Gestalten Sie Ihren Aufenthalt ganz nach Ihren Wünschen
Natürlich ist dies nur ein Vorschlag, den Sie individuell anpassen können. Sie können beispielsweise die Tage 2 und 3 vertauschen, einen Zwischenstopp in Mulhouse (Cité de l’Automobile) oder in Hunspach einlegen oder sogar einen ganzen Tag den Verkostungen widmen, wenn das Ihre Leidenschaft ist.
Das hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist. Straßburg bietet städtischen Komfort (Restaurants, Unterhaltungsangebot, Verkehrsmittel); die Weinstraße hingegen setzt auf Ruhe und Authentizität. Oft ist eine Unterkunft dazwischen (Barr, Zellwiller, Sélestat) die beste Wahl, von der aus man alles bequem erreichen kann.
Eine dreitägige Reise durch das Elsass ist nach wie vor eine der lohnenswertesten Möglichkeiten, die Region zu entdecken. So können Sie die drei Hauptcharakteristika der Region – Stadt, Weinberge und Schlösser – erkunden, ohne sich zu verausgaben, und jeder Tag bildet einen schönen Kontrast zum vorherigen. Man kehrt mit dem Eindruck zurück, mehrere Reisen in einer einzigen erlebt zu haben.
Um Ihren Aufenthalt in vollen Zügen genießen zu können, übernachten Sie doch in einer unserer Unterkünfte. So verlängern Sie Ihren Aufenthalt, ohne sich in letzter Minute um die Anreise kümmern zu müssen. Wenn Sie direkt über Nexvisit buchen, erhalten Sie zudem den besten Preis: ohne Provision, inklusive Endreinigung und Bettwäsche.



