Das Elsass in 3 Tagen: die ideale Reiseroute für einen unvergesslichen Aufenthalt
Von Straßburg über die Weinstraße und Haut-Koenigsbourg nach Colmar: ein bewährtes Tagesprogramm mit Übernachtungsmöglichkeiten und detaillierten Kostenangaben.
Träumen Sie von einem verlängerten Wochenende zwischen goldenen Weinbergen, Fachwerkdörfern und europäischen Hauptstädten? Gute Nachrichten: Das Elsass eignet sich hervorragend für einen dreitägigen Aufenthalt. Dank seiner überschaubaren Größe und der hohen Dichte an Sehenswürdigkeiten lassen sich die wichtigsten Attraktionen bequem unterbringen, ohne dass man in Zeitnot gerät. Außerdem sind die Entfernungen zwischen Straßburg, der Weinstraße und Colmar sehr überschaubar.
In diesem Reiseführer stellen wir Ihnen die Route vor, die wir unseren Reisenden regelmäßig empfehlen. So sehen Sie am ersten Tag Straßburg, am zweiten die schönsten Weindörfer und am dritten Haut-Koenigsbourg und Colmar. Außerdem finden Sie unten unsere besten Nexvisit-Unterkünfte, einen detaillierten Kostenplan und acht Tipps, die den Unterschied ausmachen. Kurz gesagt: alles, was Sie brauchen, um sorgenfrei loszufahren.
Warum sollte man das Elsass in drei Tagen besuchen?
Das Elsass gehört ganz einfach zu den reizvollsten Regionen Frankreichs. Mit seinen Fachwerkdörfern, den hügeligen Weinbergen und der reichhaltigen Gastronomie bietet es ein rundum gelungenes Erlebnis. Viele Reisende fragen sich jedoch: Wie viel Zeit sollte man wirklich einplanen? Unserer Erfahrung nach sind drei Tage der ideale Kompromiss zwischen einer gründlichen Erkundung und einem angenehmen Tempo.
Drei Tage für die drei Gesichter des Elsass
In drei Tagen erleben Sie die drei wichtigsten Facetten der Region. Zunächst Straßburg mit seiner Kathedrale und dem Viertel „Petite France“, die den urbanen und europäischen Charakter der Stadt verkörpern. Anschließend die Weinstraße mit ihren malerischen Dörfern und Weinverkostungen in den Weinkellern. Und schließlich die Burg Haut-Koenigsbourg und Colmar, um die Reise stilvoll ausklingen zu lassen. So entgeht Ihnen kein Highlight.
Kurze und bequeme Wege
Zudem eignet sich das Elsass dank seiner überschaubaren Größe perfekt für diese Art der Reise. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten sind daher kurz: Von Straßburg nach Obernai sind es nur 30 Minuten, von Sélestat nach Colmar 25 Minuten. So verbringen Sie mehr Zeit mit Erkundungen als mit Autofahren. Mit anderen Worten: Jeder Kilometer lohnt sich.
Die richtige Balance zwischen Kultur, Natur und Gastronomie
Drei Tage bieten zudem genug Abwechslung, ohne dass es langweilig wird. Sie wechseln zwischen Museen und Weingütern, gotischer Architektur und Bauernhöfen mit Gastronomie, Flusskreuzfahrten und Wanderungen. Außerdem lassen Sie genügend Zeit für Verkostungspausen und sonnige Terrassen. Kurz gesagt: Sie kehren erholt statt erschöpft nach Hause zurück.
Wusstest du das? 7 Anekdoten, mit denen du auf Reisen glänzen kannst
Bevor wir uns das Tagesprogramm im Detail ansehen, hier ein paar historische Anekdoten, die Ihren Besichtigungen eine besondere Note verleihen werden. Denn diese kleinen Geschichten lassen jeden Ort viel lebendiger wirken. Außerdem sorgen sie bei einem Abendessen mit Freunden nach der Rückkehr immer für Begeisterung.
🎭 Sieben wahre und erstaunliche Geschichten über das Elsass
1647 stand in Straßburg das höchste Gebäude der Welt. Der Turm der Straßburger Kathedrale ragt 142 Meter in die Höhe. Damit hielt sie diesen Titel 227 Jahre lang, von 1647 bis 1874. Tatsächlich konnte ihr schließlich nur der Kölner Dom den Rang ablaufen.
1570 Der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs. Der Straßburger Christkindelsmarkt besteht seit 1570, was im Jahr 2026 456 Jahre bedeutet. Daher gilt Straßburg seit mehreren Jahrzehnten offiziell als „Weihnachtshauptstadt“. Übrigens erreicht der große Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber regelmäßig eine Höhe von 30 Metern.
1521 Der weltweit erste urkundlich belegte Weihnachtsbaum. Sélestat verfügt über die älteste bekannte schriftliche Erwähnung: Im Register der Pfarrei Saint-Georges aus dem Jahr 1521 wird das Fällen eines Tannenbaums für die Festtage erwähnt. Somit hat die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaums tatsächlich hier ihren Ursprung.
1002 Éguisheim, Geburtsort eines Papstes. In diesem Dorf kam im Jahr 1002 der spätere Papst Leo IX. zur Welt, der später heiliggesprochen wurde. Außerdem wurde Éguisheim im Juni 2013 zum „Lieblingsdorf der Franzosen“ gewählt. Sein einzigartiger kreisförmiger Grundriss rund um das Schloss bietet aus der Vogelperspektive einen faszinierenden Anblick.
1875 Ein in Kaysersberg geborener Friedensnobelpreisträger. Albert Schweitzer wurde 1875 in diesem Weindorf geboren. Der Arzt, Theologe, Organist und Philosoph erhielt 1952 für sein humanitäres Wirken in Gabun den Friedensnobelpreis. Sein Geburtshaus kann übrigens noch heute besichtigt werden.
1937 drehte Jean Renoir „La Grande Illusion“ in Haut-Koenigsbourg. Die Burg diente in diesem Meisterwerk als Kulisse für die fiktive Festung „Wintersborn“. So schritten Jean Gabin und Pierre Fresnay dort auf den Festungsmauern umher. Der Film zählt heute übrigens zu den größten Werken der Weltkinogeschichte.
11 km Die geheimnisvolle „Mur païen“ gibt nach wie vor Rätsel auf. Diese Megalithanlage umgibt den Mont Sainte-Odile auf einer Länge von 11 Kilometern. Sie besteht aus rund 300.000 riesigen Blöcken, von denen einige mehrere Tonnen wiegen. Über ihre Herkunft und Datierung (zwischen Kelten und Römern) sind sich die Archäologen jedoch nach wie vor uneinig.
Vor der Abreise: Vorbereitung und Logistik
Ein wenig Vorausplanung verändert das Erlebnis völlig. Das Elsass ist nämlich eine beliebte Region, und bestimmte Termine sind schnell ausgebucht. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie vor der Abreise abhaken sollten, um unbeschwert zu reisen.
Wie kommt man ins Elsass?
Das Elsass ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden. So ist Straßburg mit dem TGV nur 1 Stunde und 46 Minuten von Paris entfernt. Außerdem ist Colmar mit dem Zug direkt an mehrere französische Großstädte angebunden. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, durchquert die Autobahn A35 die Region von Norden nach Süden, was alle Etappen der Route erleichtert.
Empfohlenes Fahrzeug für Tag 2 und 3
Dennoch ist ein Auto für den zweiten und dritten Tag fast unverzichtbar. Denn die Weinstraße und die Weindörfer sind nicht immer gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Daher ist es die einfachste Lösung, am Bahnhof Straßburg ein Auto zu mieten, wenn Sie mit dem Zug anreisen.
Die schönste Zeit des Jahres
Das Elsass ist das ganze Jahr über reizvoll, doch bestimmte Jahreszeiten stechen besonders hervor. Vor allem der Frühling (April–Juni) und der Herbst (September–Oktober) bieten den besten Kompromiss zwischen angenehmem Wetter und mäßigen Besucherzahlen. Der Sommer hingegen ist zwar wunderschön, aber sehr heiß, und an den beliebtesten Sehenswürdigkeiten kann es manchmal sehr voll werden.
Der Herbst, eine zauberhafte Jahreszeit
Zudem verleiht die Weinlese (Ende September bis Mitte Oktober) der Weinstraße eine festliche Note. Außerdem schmücken sich die Weinberge mit leuchtenden Farben. So entstehen spektakuläre Fotos. Tatsächlich ist dies unsere Lieblingsjahreszeit.
Weihnachtszauber
Schließlich verwandelt die Weihnachtszeit (Ende November bis Dezember) das Elsass in ein wahres Märchenland. Rechnen Sie jedoch mit großem Andrang, insbesondere in Straßburg und Colmar. Schauen Sie sich außerdem unseren Reiseführer zu den elsässischen Weihnachtsmärkten an, um diesen besonderen Kurzurlaub vorzubereiten.
Was man in den Koffer packen sollte
Unabhängig von der Jahreszeit sollten Sie bequeme Schuhe für das Kopfsteinpflaster einpacken. Außerdem ist eine wasserdichte Jacke auch im Sommer nützlich, da es in den Bergen plötzlich zu Gewittern kommen kann. Und vergessen Sie nicht, einen leichten Rucksack mitzunehmen, damit Sie Flaschen und lokale Spezialitäten mühelos transportieren können.
Tag 1: Straßburg, das pulsierende Herz des Elsass
Vormittags: die Kathedrale und ihre Umgebung
Beginnen Sie mit der Kathedrale Notre-Dame in Straßburg, einem wahren Meisterwerk der Gotik. Dieses Wunderwerk aus dem13. Jahrhundert erreicht eine Höhe von 142 Metern. Tatsächlich war sie 227 Jahre lang, von 1647 bis 1874, das höchste Gebäude der Welt. Außerdem nimmt ihre Fassade aus rosa Sandstein bei Sonnenaufgang einen schillernden goldenen Farbton an.
Auf die Plattform klettern
Steigen Sie anschließend die 332 Stufen hinauf, die zur Aussichtsplattform in 66 Metern Höhe führen. Von dort aus können Sie den Blick über die Dächer von Straßburg, die Vogesen und bei klarem Wetter bis in den deutschen Schwarzwald schweifen lassen. Kehren Sie dann wieder hinunter, um die astronomische Uhr im Inneren zu bewundern: Ihr Automatenspektakel findet täglich um 12:30 Uhr statt. Zudem ist dieser Mechanismus aus dem 16. Jahrhundert nach wie vor von erstaunlicher Präzision.
Die bekanntesten Orte
Schlendern Sie nach dem Besuch der Kathedrale über den Place Kléber und anschließend über den Place Gutenberg. Auch die Rue des Hallebardes und die Rue des Orfèvres sind wegen ihrer bemerkenswerten Fassaden einen Abstecher wert. Lassen Sie sich einfach von der Atmosphäre der Altstadt verzaubern, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Mittag: Petite France und Mittagessen in einer Winstub
Gehen Sie weiter zum Viertel „Petite France“, dem wohl meistfotografierten Viertel Straßburgs. Dieses mittelalterliche Juwel, durch das die Kanäle der Ill fließen, besticht durch seine Fachwerkhäuser ausdem 16. und17. Jahrhundert. Darüber hinaus bieten die überdachten Brücken und der Vauban-Damm absolut atemberaubende Ausblicke.
Das ist auch der perfekte Zeitpunkt für ein Mittagessen in einer Winstub (elsässische Taverne). So können Sie in gemütlicher Atmosphäre Sauerkraut mit Beilagen, Baeckeoffe oder Flammkuchen genießen. Dazu passt übrigens ideal ein Glas elsässisches Bier oder ein Glas Riesling.
Nachmittag: Museen, Europa oder eine Flussfahrt
Je nach Vorliebe stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen bietet das Musée Alsacien durch seine lebendige Ausstellungsgestaltung einen Einblick in die regionalen Traditionen. Zum anderen wird das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Kunstliebhaber mit seinen beeindruckenden Sammlungen begeistern.
Das Europaviertel
Wenn Sie lieber draußen bleiben möchten, machen Sie doch einen Spaziergang durch das Europaviertel. Das Europäische Parlament, der Europarat und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte prägen dort eine ausgesprochen moderne Skyline. Außerdem bietet der benachbarte Orangeriepark mit seinen Störchen eine ideale grüne Oase.
Rundfahrt mit dem Ausflugsboot
Alternativ können Sie eine 70-minütige Bootsfahrt auf der Ill unternehmen. So genießen Sie einen umfassenden Überblick über die Stadt, von den Häusern der Petite France bis hin zum Europaviertel. Außerdem ist dies eine hervorragende Möglichkeit, Ihren Füßen nach dem Vormittag eine Pause zu gönnen.
Abends: Abendessen und Lichtshow
Genießen Sie am Ende des Tages die Beleuchtung der Kathedrale, die bei Einbruch der Dunkelheit einfach zauberhaft wirkt. Kehren Sie anschließend in einer Brasserie zum Abendessen ein, um weitere Spezialitäten wie „Coq au Riesling“ oder „Tourte“ zu probieren. Wenn Sie noch mehr entdecken möchten, lesen Sie unseren umfassenden Reiseführer für ein Wochenende in Straßburg.
Tag 2: Die Elsässer Weinstraße
Vormittag: Obernai und der Mont Sainte-Odile
Der zweite Tag beginnt in der charmanten StadtObernai, 30 Minuten südlich von Straßburg. Dieses mittelalterliche Städtchen besticht schon bei der Ankunft durch seinen Marktplatz, der von bunten Fachwerkhäusern gesäumt ist. Auch der Glockenturm ausdem 13. Jahrhundert, der „Sechs-Eimer-Brunnen“ und die Getreidehalle sind einen Abstecher wert. Rechnen Sie etwa eine Stunde ein, um alles zu besichtigen.
Aufstieg zum Kloster
Nach Obernai nehmen Sie die kurvenreiche Straße, die zum Mont Sainte-Odile hinaufführt, einer spirituellen Hochburg des Elsass. Auf 764 Metern Höhe gelegen, bietet dieses Kloster einen außergewöhnlichen Ausblick auf die Ebene. Außerdem können Sie dort einen Abschnitt des geheimnisvollen „Mur païen“ erkunden, einer 11 Kilometer langen Megalithanlage, über deren Ursprung sich Archäologen bis heute uneinig sind. Dieser etwa 45-minütige Spaziergang durch den Wald ist sowohl abwechselnd als auch erholsam.
Nachmittag: Kaysersberg, Riquewihr und Éguisheim
Nach dem Mittagessen fahren Sie weiter auf der Weinstraße in Richtung Süden, um drei der „Schönsten Dörfer Frankreichs“ zu besuchen. Zunächst empfängt Sie Kaysersberg mit seiner befestigten Brücke ausdem 15. Jahrhundert, den Ruinen einer mittelalterlichen Burg und seinem perfekt erhaltenen Ortskern. Zudem ist es der Geburtsort von Albert Schweitzer, Friedensnobelpreisträger von 1952. Insbesondere beherbergt sein Geburtshaus heute ein Zentrum, das seinem humanitären Wirken gewidmet ist.
Riquewihr, die Perle der Weinberge
Fahren Sie anschließend weiter nach Riquewihr, das oft als „Perle der elsässischen Weinberge“ bezeichnet wird. Dieses befestigte Dorf ausdem 16. Jahrhundert, das vollständig autofrei ist, versetzt Sie in vergangene Zeiten. Die schmiedeeisernen Schilder, die mit Blumen geschmückten Innenhöfe und die intakt erhaltenen Stadtmauern bilden eine einzigartige Kulisse. Außerdem ist es der ideale Ort, um einen Riesling Grand Cru direkt beim Winzer zu verkosten.
Eguisheim, das Lieblingsdorf der Franzosen
Beenden Sie den Tag schließlich in Éguisheim, das 2013 zum „Lieblingsdorf der Franzosen“ gewählt wurde. Sein einzigartiger kreisförmiger Grundriss mit konzentrischen Straßen rund um das Schloss ist absolut faszinierend. Zudem bilden die bunten Fachwerkhäuser, geschmückt mit Geranien, eine echte Postkartenkulisse. Wussten Sie übrigens, dass in diesem Dorf im Jahr 1002 der spätere Papst Leo IX. geboren wurde? Planen Sie mindestens eine Stunde ein, um das Dorf zu erkunden.
Abends: Abendessen in einem Bauernhofgasthof
Zum Abendessen bieten Bauernhöfe und Dorfrestaurants authentische elsässische Küche zu angemessenen Preisen an. So können Sie Hähnchen in Riesling, elsässische Pastete oder hausgemachte Spätzle genießen. Außerdem ist dies die ideale Gelegenheit, eine Flasche Crémant d’Alsace zu bestellen, um diesen schönen Tag zu feiern. Weitere Ideen finden Sie in unserem Reiseführer für ein romantisches Wochenende im Elsass.
Tag 3: Haut-Koenigsbourg und Colmar
Vormittag: die Burg Haut-Koenigsbourg
Beenden Sie Ihren Aufenthalt mit einem frühen Besuch der Burg Haut-Koenigsbourg. Diese auf 757 Metern Höhe gelegene Festung ausdem 12. Jahrhundert ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit im Elsass. Wenn Sie jedoch gleich zur Öffnungszeit (im Juli und August um 9:00 Uhr, im Rest des Jahres um 9:30 Uhr) dort sind, entgehen Sie den Sommermassen. So können Sie das Erlebnis in vollen Zügen genießen.
Eine Führung von etwa 1,5 Stunden
Der Rundgang dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Dabei entdecken Sie originalgetreu eingerichtete Räume, einen imposanten Bergfried sowie bemerkenswerte Sammlungen von Waffen und Rüstungen. Darüber hinaus sind die Panoramablicke auf die Vogesen, die Ebene und manchmal sogar auf die Alpen schlichtweg außergewöhnlich. Kurz gesagt: Ein absolutes Muss, das sowohl Geschichtsinteressierte als auch Familien begeistert. Alle Informationen finden Sie in unserem umfassenden Reiseführer zur Haut-Koenigsbourg.
Häkeln in Sélestat
Machen Sie auf dem Rückweg einen Abstecher nach Sélestat, einer oft unterschätzten Stadt, die jedoch reich an Schätzen ist. Insbesondere ihre Humanistische Bibliothek, die in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde, beherbergt außergewöhnliche mittelalterliche Handschriften. Zudem zeugen die beiden Kirchen im romanischen und gotischen Stil vom früheren Reichtum der Stadt. Übrigens wurde hier bereits 1521 der erste Weihnachtsbaum dokumentiert.
Nachmittag: Colmar, die Perle des Elsass
Nach Ihrem Vormittag im Schloss erreichen Sie Colmar in nur 25 Minuten. Diese drittgrößte Stadt des Elsass vereint alles, was den Charme der Region ausmacht. Damit bildet sie den perfekten Abschluss Ihres Aufenthalts.
Klein-Venedig
Beginnen Sie mit dem „Klein-Venedig“, dem bekanntesten Viertel. Dieser vom Fluss Lauch durchflossene Stadtteil erinnert mit seinen bunten Häusern, die sich im Wasser spiegeln, tatsächlich an Venedig. Außerdem können Sie an Bord eines traditionellen Ruderboots gehen, um die Fassaden vom Kanal aus zu bewundern. Kurz gesagt: ein beschauliches Erlebnis, das wir wärmstens empfehlen.
Architektonische Juwelen
Erkunden Sie anschließend das Gerberviertel mit seinen hohen Fachwerkhäusern, in denen früher die Häute getrocknet wurden. Begeben Sie sich dann zum Maison des Têtes, einem 1609 erbauten Renaissancebau, der mit 106 geschnitzten Köpfen verziert ist und heute als Luxushotel dient. Auch das Maison Pfister mit seiner Holzgalerie und seinen Wandmalereien ist nach wie vor ein architektonisches Juwel aus dem16. Jahrhundert.
Das Unterlinden-Museum
Wenn Sie Kunst lieben, sollten Sie sich das Musée Unterlinden auf keinen Fall entgehen lassen. Dort befindet sich insbesondere der berühmte Issenheimer Altar von Matthias Grünewald, der als eines der absoluten Meisterwerke der westlichen Malerei gilt. Das Museum wurde übrigens von den Architekten Herzog & de Meuron renoviert. Tatsächlich ist auch sein moderner Anbau Teil des Erlebnisses. Weitere Informationen finden Sie in unserem umfassenden Reiseführer für ein Wochenende in Colmar.
Später Nachmittag: Einkaufen und Souvenirs
Beenden Sie Ihren Rundgang mit einem Bummel durch die Einkaufsstraßen. So finden Sie in der Grand’Rue und der Rue des Marchands eine Fülle an Kunsthandwerk, Chocolatiers und Souvenirläden. Außerdem ist dies die ideale Gelegenheit, um Töpferwaren aus Soufflenheim, elsässische Tischdecken, Lebkuchen oder Gewürztraminer-Tresterbrand mit nach Hause zu nehmen. Gönnen Sie sich zum Abschluss noch einen letzten Kougelhopf mit einem Kaffee, bevor Sie sich mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck wieder auf den Weg machen.
Wo kann man während dieser drei Tage übernachten?
Die Wahl der Unterkunft ist entscheidend für die Gestaltung einer Reiseroute. Tatsächlich ist ein zentraler Ausgangspunkt besser als jeden Abend den Ort zu wechseln. Außerdem verfügen alle Unterkünfte bei Nexvisit über eine voll ausgestattete Küche, Bettwäsche und eine im Preis inbegriffene Kurtaxe. Hier sind unsere Empfehlungen entsprechend Ihrem Programm.

Geräumige Unterkunft für 6 Personen, ideal, um Straßburg mit der Familie oder mit Freunden zu erkunden. So erreichen Sie das Stadtzentrum in wenigen Minuten mit der Straßenbahn.

Ein Ferienhaus für 6 Personen in idealer Lage zwischen Obernai und Sélestat. Außerdem ist es der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Weinstraße und zum Haut-Koenigsbourg.

Gemütliche Ferienwohnung im Herzen von Barr, einem charmanten Weinstädtchen. Außerdem liegt sie genau auf unserer Route für Tag 2 und ist nur 35 Minuten von der Haut-Koenigsbourg entfernt.

Elegantes Studio für 2 Personen mit seinem charakteristischen runden Bett. Sélestat ist somit ein zentraler Ausgangspunkt zwischen der Weinstraße und Colmar.
Geschätzte Kosten für 3 Tage im Elsass
Das Elsass ist nach wie vor ein erschwingliches Reiseziel, vor allem bei der Anmietung einer Ferienunterkunft. Denn eine Unterkunft mit voll ausgestatteter Küche ermöglicht es, die Ausgaben für Verpflegung deutlich zu senken. Hier ist unsere Schätzung pro Person (basierend auf 2 Personen), um Ihnen bei der Planung zu helfen.
| Ausgabenposten | Preiswert | Komfort |
|---|---|---|
| Unterkunft (3 Nächte) | 105 € | 210 € |
| Essen und Getränke | 90 € | 165 € |
| Besichtigungen und Aktivitäten | 30 € | 55 € |
| Transport / Benzin | 40 € | 60 € |
| Weinverkostungen | 15 € | 40 € |
| Souvenirs und Extras | 20 € | 50 € |
| Gesamtbetrag pro Person | 300 € | 580 € |
8 praktische Tipps, die den Unterschied machen
Ein paar in der Praxis bewährte Tipps, um Ihren Aufenthalt zu optimieren. Denn oft sind es gerade diese kleinen Details, die den Unterschied zwischen einem schönen Wochenende und einem unvergesslichen Aufenthalt ausmachen.
- Buchen Sie Ihre Unterkunft frühzeitig. Das Elsass ist von Mai bis Dezember sehr beliebt. Reservieren Sie Ihre Unterkunft daher 4 bis 6 Wochen im Voraus, um die beste Auswahl und die günstigsten Preise zu erhalten.
- Stehen Sie früh auf, um den Menschenmassen zu entgehen. In Riquewihr und Éguisheim wird es ab 11 Uhr sehr voll. Vor 10 Uhr haben Sie die Orte hingegen fast ganz für sich allein. So gelingen die Fotos viel besser.
- Probieren Sie die lokalen Spezialitäten. Fahren Sie nicht wieder ab, ohne Flammkuchen, Sauerkraut, Baeckeoffe, Gugelhupf und elsässische Weine probiert zu haben. Das ist nämlich das Herzstück Ihres Aufenthalts.
- Nehmen Sie lieber die Nebenstraßen. Anstelle der A35 sollten Sie die D62 oder die D35 durch die Weinberge nehmen. Diese Alternativrouten bieten zudem herrliche Ausblicke und führen durch charmante Dörfer.
- Laden Sie Karten für die Offline-Nutzung herunter. In manchen Waldgebieten ist die Netzabdeckung eingeschränkt. Deshalb sollten Sie Google Maps oder Maps.me vor der Abfahrt für die Offline-Nutzung herunterladen.
- Halten Sie etwas Bargeld bereit. Auch wenn man fast überall mit Karte bezahlen kann, akzeptieren manche kleine Winzer und Märkte nur Bargeld. Heben Sie daher vor Ihrer Ankunft in den Dörfern Bargeld ab.
- Entdecken Sie die Weinwanderwege. Die meisten Dörfer bieten markierte Wanderwege durch die Weinberge an, die zwischen 30 Minuten und 2 Stunden dauern. Außerdem bieten diese kostenlosen Wanderungen die besten Ausblicke auf die Dörfer.
- Werfen Sie einen Blick auf den Veranstaltungskalender. Im Elsass finden zahlreiche Weinfeste, Handwerksmärkte und Festivals statt. Schauen Sie also vor Ihrem Aufenthalt in den lokalen Veranstaltungskalender, um Ihr Programm abzurunden.
Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu einem dreitägigen Aufenthalt im Elsass.
Drei Tage sind die empfohlene Mindestaufenthaltsdauer, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Straßburg, Weinstraße, Colmar) zu besichtigen. Wenn Sie jedoch mehr Zeit haben, können Sie die Region in 5 bis 7 Tagen ausführlich erkunden, insbesondere den Norden des Elsass (Wissembourg, Niederbronn), den Süden (Mulhouse, Écomusée) und die Vogesen.
Das ist zwar möglich, aber mit Einschränkungen verbunden. Denn Straßburg und Colmar lassen sich sehr gut zu Fuß erkunden und sind mit dem Zug verbunden. Die Weinstraße und die Weindörfer sind hingegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Daher empfehlen wir dringend, für die Tage 2 und 3 ein Auto zu mieten.
Der Frühling (April–Juni) und der Herbst (September–Oktober) bieten die beste Mischung aus angenehmem Wetter und mäßigen Besucherzahlen. Der Sommer ist weiterhin heiß und sehr touristisch. Außerdem ist die Weihnachtszeit (Ende November bis Dezember) dank der Märkte zauberhaft, aber rechnen Sie mit großem Andrang.
Rechnen Sie mit 300 bis 580 Euro pro Person für einen dreitägigen Aufenthalt, einschließlich Unterkunft, Verpflegung, Besichtigungen und Transport. Wenn Sie sich zudem für eine Unterkunft mit Küche entscheiden (wie die von Nexvisit) und einige Mahlzeiten selbst zubereiten, können Sie die Kosten erheblich senken.
Zwei Strategien haben sich bewährt. Zum einen können Sie eine Unterkunft in zentraler Lage (zwischen Obernai und Sélestat) wählen, von der aus Sie jeden Tag Ausflüge unternehmen. Zum anderen können Sie jeden Abend die Unterkunft wechseln, um möglichst nah an Ihren Ausflugszielen zu sein. So bietet Nexvisit mehrere Unterkünfte an, die ideal an der Route gelegen sind.
Die Weinstraße erstreckt sich über 170 km von Marlenheim bis Thann. Daher ist es unmöglich, sie an einem Tag vollständig zu befahren, wenn man sie in vollen Zügen genießen möchte. Unsere Route konzentriert sich jedoch auf die schönsten Abschnitte (von Obernai bis Éguisheim), auf denen sich die bemerkenswertesten Dörfer befinden.
Auf jeden Fall! Das Schloss Haut-Koenigsbourg fasziniert Kinder, die Fachwerkdörfer regen ihre Fantasie an und die Parks (Orangerie in Straßburg, NaturOparC, Cigoland, Montagne des Singes) gefallen ihnen sehr gut. Außerdem begeistert die elsässische Küche in der Regel die ganze Familie. Schauen Sie sich unseren Reiseführer „Das Elsass mit der Familie“ an.
Natürlich handelt es sich hierbei nur um einen Vorschlag, den Sie ganz nach Ihren Wünschen anpassen können. Sie können beispielsweise die Tage 2 und 3 vertauschen, einen Zwischenstopp in Mulhouse (Cité de l’Automobile) oder in Hunspach einlegen oder sogar einen ganzen Tag den Weinproben widmen, wenn das Ihre Leidenschaft ist.
Das hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist. Einerseits bietet Straßburg städtischen Komfort (Restaurants, Unterhaltungsangebot, Verkehrsmittel). Andererseits besticht die Weinstraße durch ihre Ruhe und Authentizität. Eigentlich ist eine Unterkunft dazwischen (Barr, Zellwiller, Sélestat) die beste Wahl, da man von dort aus alles bequem erreichen kann.
Eine dreitägige Reise durch das Elsass ist nach wie vor eine der lohnenswertesten Möglichkeiten, die Region zu entdecken. So können Sie die drei wichtigsten Facetten (Stadt, Weinberge, Schlösser) kennenlernen, ohne sich zu verausgaben. Außerdem bietet jeder Tag einen erfrischenden Kontrast zum Vortag. Kurz gesagt: Sie kehren mit dem Gefühl nach Hause zurück, mehrere Reisen in einer erlebt zu haben.
Um dieses Abenteuer in vollen Zügen genießen zu können, übernachten Sie in einer unserer Unterkünfte. So verlängern Sie den Zauber Ihres Aufenthalts, ohne sich in letzter Minute um die Anreise kümmern zu müssen. Außerdem bietet die direkte Buchung über Nexvisit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: keine Provision, Bettwäsche inklusive und keine Kurtaxe.
